Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
436
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Beilage.

>IM uns richtiger auszudriiken, eine von denen, wo die anatomi-schen Kentnisse, die tiefe Wissenschaft Von der Verrichtung derMuskeln, und wie der Wille dem Momente der That voran-gehend auf dieselben wirkt, sich herlich offenbart. Der Fuß,welcher das Scabillum treten soll mit angebundener Sohle,hebt sich in die Höhe; die Sehnen, welche die Zehen regi-ren, sind in der gewaltigsten Anstrengung, aber er verlangt»en Laut zu hören, und darum schwellt auch die Wade schon,und die große Sehne an der Ferse spant sich zum Niedcr-drüken. Der Kopf dieser Figur ist modern, jedoch sehr gut,ausdruksvoll, und in Übereinstimmung zum Ganzen; vondemselben modernen Meister (man behauptet, es sei MichelAngelo) sind auch beide Arme, ein beträchtliches Sinkder linten Ferfe und alle fünf Zehen des rechten das Sca-billum tretenden Fußes. Man keiit noch zwei antike Wieder«liolungcn dieses Monuments; eine, als Narcissu s resiaurirt,steht in der Villa Vorghese (swn?-, »>, u. g.) und einebesser erhaltene soll zu Rom aus dem v im in al i sch en Hü-gel gefunden und nachher in die russisch kaiserliche Samlunygekommen sein. Dem Chararakter nach gehört eben dieserniedrigern Klasse des Faunenideals auch eine Vorzug-liche im Museo Capitolino befindliche beinahe lebens-große Figur an, welche in dem umhängenden Fell Friicbteträgt. fUnter den Abbildungen Numero Z6.Z Der Be-schauer erfreut sich an dem naiven Ansdrnk von Fröhlich-keit, der dieses vortrefliche Kunstwerk gleichsam belebt; es ge-hört überdem noch unter die wohlerhaltensten; den selbst dierechte, einen Apfel hoch emporhaltende Hand ist, mit Aus-nahme der Finger, alt, am Kopse nur die Nasenspize etwasbeschädigt, an den Fußen aber ein Paar Zehen nebst andernkleinen Stükchen moderne Ergänzung. Zu eben solcher Artfind auch die oft vorkommenden Figuren jüngerer Faune zuzählen, die bald mit, bald ohne Nebris und Pinien-^ranz vorgestellt, auf die Zehen gehoben sich mit dem untenam Stamme sizenden Tiger zu schaffen machen. In Aonu-inens LMitjues 6u Hlusee IVapoleon, t. 2. n. 14 i5. Hluseexsr perouvllle, Iivr»i5. 66 (Waller. Farnes, a pe-

tro n. 16. und anderwärts steht man der Art von ver-

schiedenem Alter, Stellung und Handlung, welche alle das-selbe niedriger gehaltene Ideal ausdrüken. Doch wollen wirnur noch zweier Torso solcher Faune gedenken, die sichdurch eine ganz vorzügliche Arbeit auszeichne». Einer dersel-ben befindet ssch in der sl 0 r e n tin i sch en Galerie undes ist nichts als der Leib übrig geblieben. Der andere im