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4 (1825)
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432
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432 Geschichte der Kunst.

und dieses in weiblichen Figuren auch in den schön-sten Zeiten derselben blieb/ also daß man eine einzigenakte Figur gegen fünfzig bekleidete rechnen kaii: soging auch der Künstler Suchen zu allen Zeiten nichtweniger auf die Zierlichkeit der Bekleidung/ als aufdie Schönheit des Nakenden. Die Gratie wurdenicht allein in Gebärden und Handlungen, sondernauch in der Kleidung gesuchet/ (wie den die ältestenGratien bekleidet waren) und wen zu unsern Zei-ten die Schönheit der Zeichnung des Nakenden ausvier oder fünf der schönsten Statuen zu erlernenwäre, so muß der Künstler die Bekleidung in hundertderselben studiren. Den eS ist schwerlich eine der an-dern in der Bekleidung gleich; da sich hingegen vielenakte Statuen völlig ähnlich finden/ wie die meh-resten Venus sind; eben so scheinen verschiedeneStatuen des Apollo nach eben demselben Modellegearbeitet/ wie drei ähnliche in der Villa Me diei6/und ein anderer im Campidoglio sind/ und diesesgilt auch von den mehresten jungen Satyrs. ?)Es ist also die Zeichnung bekleideter Figuren mitallem Rechte ein wesentlicher Theil der Kunst zunennen.

§. 34. In der Bekleidung sind wenig neueKünstler ohne Tadel/ und im vorigen Jahrhunderte/den einzigen Poussin ausgenommen/ sind alle feh-lerhaft. Bernini hat seiner h. Bibiana sogarden Mantel über die Kleider mit einem breitenGurte gebunden/ welches nicht allein aller altenBekleidung entgegen ist/ sondern auch der Natur

j) tMan vergleiche 5B, t K. 22 §12) Der Autor drükt sich liier unbestiuit aus. Er will andie vielen antiken Nachahmungen des von

Praxiteles erinnern/ deren im 5 B. t K. 6 u. L §.sedacht worden. Meyer.