6 Buch, 3 Kap.
wcscil sein müße, so wie es die Feldbeile sind, welchedie preußischen Grenadiers tragen, deren Stiel sowie das Eisen mit einem Futter von Leder bezogenist. An jenen Beilen siehet man dieses an verschie-denen von solchen kasees im Campidoglio, in denPalästen Nospigliosi und Massiini. Mit derZeit wurde das Eisen dieser Beile von Silber ge-machet, und man wird also desto mehr auf einenÜberzug gedacht haben, l) Daß dasjenige, was mirein Überzug der Beile scheinet, dieses in der Thatsein könne, machet zugleich der Überzug andererWaffen wahrscheinlicher: den die Alten trugen sowohlSchilder als Helme bedeket, und mit Leder überzogen,und entblößeten dieselben nur, wen sie zur Schlachtgingen, oder in Musterungen eines Heers. -) Sietrugen den Helm in seinem Futter an dem Gürtel,so wie man die Helme hängen siehet auf der traja-nischen Säule, und hierin kamen die alten Krie-ger ebenfalls mit unseren Grenadiers überein, dieihre Müze, weil sie schwer ist, auf ihren Zügen ange-hänget tragen und mit dem Hute gehen.
§. 3Z. An der Zeichnung bekleideter Figurenhat zwar der feine Sin und die Empstndung, sowohlim Bemerken und Lehren als im Nachahmen, weni-ger Antheil, als die aufmerksame Beobachtung unddas Wissen; aber der Kenner hat in diesem Theileder Kunst nicht weniger zu erforschen, als der Künst-ler. Die Bekleidung ist hier gegen das Nakende,wie die Ausdrüke der Gedanken, das ist: wie dieEinkleidung derselben gegen die Gedanken selbst; «Hkostet oft weniger Mühe, diese als jene zu finden.Da nun in den ältesten Zeiten der griechischen Kunstmehr bekleidete, als nakte Figuren gemachet wurde«»/
1) Lruncki» t. 2. p. 5o2. n. 39.
2) Oasauljon. aä Luctvn. lul. c. 67.