408 Geschichte der Kunst.
denselben, so wie ich angezeiget habe/ als ein Tuchzusammengenommen/ über die linke Achsel geleget/so wie er auf einem silbernen Gefäße des Herrn Car-dinal- Neri Casini/ vor dem Gerichte des Areo-pagus erscheinet/ seinen betrübeten und erniedrigtenZustand abzubilden/ als eine Tracht des niedrigenStandes. Diesen Mantel also zu tragen nennetPlaUtNs con^icere iu collurn Gallium: collectojiallio, -)
§. s. Im Felde trugen die Griechen keinenMantel/ und die Römer keine Toga, sondern einenleichtern Überwurf/ welcher bei diesen iibenum oder^-»luclüinenuim, bei jenen Chlamys hieß/ und eben-falls rund war/^) und nur in der Größe von demMantel und von der Toga mnß verschieden gewesensein. Was andere von verschiedenen Formen dessel-ben vorgeben/ wird durch den Augenschein widerle-get; den alle Statuen mit einem Panzer/ auch ei-nige andere/ als ein nakender Augustus iu derVilla Albani/ MareuS Aurelius zu Pferde/und zween gefangene Könige von schwarzem Mar-mor im Campidogliv/ auch die kaiserlichen Brust-bilder/ baben diesen Mantel/ und man siehet deutlich/daß derselbe nicht vierekicht / sondern rund gewesensein muß/ welches auch blos die Falten zeige»/ dieanders nicht/ wie sie sind/ hätten können geworfen
t) ^Denkmale, Numero
Ein solches Mäntelchen, aber über beide Schulter»geworfen, bat auch ein im Hofe des Palastes S> Crocczu Rom stellendes Brustbild, welches unter Numero 65der Abbildungen zu sehen ist. Me»er.
2) Lapliv. ->ct. 4. sc. »> v. 12. »ct. 2. sc. 2. V. l o>
L^lpUv. act.-j. sc. 2. V. g. F e a.
Z) in I t. Zg.
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