Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
404
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io4 Geschichte der Kunst.

sen des vermeineten Coriolanus/ auf dem Ge-mälde in den Bädern des TituS/ gehen derFigur bis auf die Knöchel der Füße/ so daß sie anden Beinen wie Strümpfe anliegen / und sind blau.Bei den Griechen trugen die Tänzerinen Hosen/ wiebei uns geschiebet. ) Der Gebrauch der Hosen aberwar bei den Männern nicht gemein; keine Art vonBeinkleidern war bei den Alten eine gewöhnliche undbeständige Tracht/ und es sind dieselben nicht zurhäuslichen Kleidung zu zählen/ sondern als eine Rei-se - oder Feldtracht anzusehen. Unterdessen ist zumerken/ daß bei einer heroischen Figur in Rüstung/die blos symbolisch ist/ wie in einem von vier erho-benen neuen Werken in der Galerie des königlichenSchlosses zu Turin/ diese Art Beinkleider nicht sehrwoyl angebracht scheinet; den man bildet daselbst ei-nen Held allgemein ab/ nicht einen Krieger/ welcherzu Pferde steigen will. Es können auch die Hosen/die wie jene zu weit und bis anf die Hälfte Wade her-untergehen an einem Soldaten auf einer bekantenerhobenen Arbeit der h. Agnese/ in der Kirche die-ses Namens zu Rom/von Algardi, nicht entschuldi-get werden.^) Anstatt der Beinkleider waren beiden Römern Binden im Gebrauche / womit die Schen-kel umwunden wurden/ nnd diese Art habeich bemer-ket an der einzigen Statue eines Auri g a/ das ist: ei-ner Person/ die im Wettlaufe zu Wagen in dem Circozu Rom den Preis davon getragen hatte/ welche inder Villa Negroni stehet. >) ES ist nicht zu sagen/ob''«esc ooer jene Art diejenige war/ die Ang ustuSim Winter zu tragen pflegete, welche Suetonius

1) I. >Z. c. 9. In. 36.^

2) lMa» vernickle 5 B. ZK. 27 §. Note.)

Z) N>m im Piv-CIcmentinp, ('I'.Z. wv.Zi.) Meyer.