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Vase von Mrmor in dem Palaste Farne se/ wel-che einige tanzende weibliche Bakchantcn nndden Si-lenus/ herlich gearbeitet/ vorstellet/ istdas Unterkleid an einem indischen und bärtigen Bak-ch us sichtbar/ und sonderlich zu merken/ weil esauf der Brust geschnüret ist: dieses findet sich nir-gend anderswp.^)
§. 6. Als Unterkleider sind auch die Hosen anzuse-hen / womit / ausser den Figuren ausländischer Völker/komische Personen bekleidet zu sein pflege» / weil über-haupt die Hosen um des Wohlstandes willen auf demTbegter eingeführet waren / und ay den oben gedach-ten komischen Figuren von Marmor sind Hosen undStrümpfe/ wie bei barbarischen Völkern , aus e i n cmStüke. Dieses veranlasset zu glauben/ daß jeneKnechte der Komödie vorstelle»/ die aus Ländernwaren/ welche die Grieche» und Römer barbari-sche nenneten/ nach deren Art sie gekleidet si»d.Ferner siehet man Beinkleider/ die bis über die Knieereiche»/ wie Fabretti dieses insbesondere von derFigur des Trajanus anzeiget/^) und Herodia-nuS meldet/ daß Caracalla seine Hosen von denSchenkeln heruntergezogen habe/ da er seine Noth-durft verrichten wollen/ und vom Martialis,ermordet wurde. 4) Beinkleider waren bei denRömern und Griechen im Gebrauche/ wie manauf hcrculanifchen und andern Gemälden siehet; 5)eS werden also hierdurch einige Gelehrten / die dasGegentheil behauptet haben/ widerlegt. Die Ho?
j) Nbcn §. dieses Kavitels.z
2) Abgebildet bei Piranesi. (Vasi e Lanäcladri. t, 2.)
M e»c r.
3) vo cviumua l'i'njzn. c> 7. p. >79.
4) ^ 4 c. 1?. K. 5.
'?) cl'ZIrcol. t. 1. 26^.