6 Buch/ Z Kap.
und dennoch wurde dasselbe von einigen Völkernder ältesten Zeiten als eine weibische Tracht ange-sehen,') und die ältesten Römer hatten nichts alsihre Toga auf den bloßen Leib geworfen; 2) und al«so waren die Statuen des RomuluS und des Ca-milluS auf dem Capitolio vorgestellet.^) Noch inspätern Zeiten gingen diejenigen/ die auf dem Cam-po Martio sich zu EhreNstelle» dem Volke anpriesen,ohne Unterkleid/ um ihre Wutiden auf der Brust,als Beweise ihrer Tapferkeit/ zu zeigen. ^) Über-haupt aber war nachher das Unterkleid - so wie denGriechen/ (die cpnischen Philosophen ausgenommen)also allen Römern gemein; und wir wissen vom Au-gustuS/ daß derselbe im Winter an vier Unterklei-der auf einmal angeleget.5) An Statuen / Brust-bildern und auf erhobenen Arbeiten ist das Unterkleidnur allein am Halse und auf der Brust sichtbar/ weildie Figuren mit einem Mantel oder mit der Togavorgestellet sind/ und man siehet sehr selten Figu-ren blos im Unterkleide, so wie in den alten Ge-mälden des vaticanische n Tere li t l'uS und Vir--giliuS. Eine Strafe der Soldaten in leichtenVergebungen war, in bloßem Unterkeide Handarbeitzu verrichten, und weil diese alsdan nicht gegürtet
>) IIers>I»t. I> i. c, iZZ. plularcli. spoxktl». >7?. l!»
2) I. 7. c. ,2. ^ugudiln, <1e 6oclr. Okrlst. l. Z, c, i z>
n, 20.
Z) in t!ic. xro S'cauro, in Lne. ?tin. I. Z4.
c. 6. secl. > 1.
4) l>lut!ircl>. c^u-rzt. Roni. p> 276. lt. 7. P. > 1 7 oilit kcisk.Z
tJn ga»; spätern Zeiten des Freistaats geschah diese!eben nichts
L) äuct. in August, c. 82. xnsc.