Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
392
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Geschichte der Kunst.

in der Villa Ludovisi, die ebenfalls Löcher in denOhren haben.

§. ^6. Ausser dem Schmuke der Hbren trugendie römischen Weiber vom Stande oben auf derStirne etwas, was der fogenanten Feder unfererDamen, die aus Edelgesteinen bestehet, ähnlich ist,und dieses siehet man unter anderen an einem Por-trätkopfe einer Venus, in dem Garten des far-mesischen Palastes, welcher eine Marciana, desTraianus Schwestertochter, vorstellet.^) In derVilla Panfili findet sich ein Brustbild ebenderselbenPerson, die über der Stirne an den Haaren einenhalben Mond mit den Hörnern aufwärts stehen hat,welches zur Erläuterung deSStatius dienen kaii,woAlkmena, des Herkules Mutter, mit dreienMonden an ihren Haaren gezieret ist:

Vermuthlich auf die dreimal lange Nacht zu deuten,in welcher Herk u l es gezeuget wurde. Die allent-halben eine verborgene Deutung suchen wollen, tön-ten hier den halben Mond vielleicht als ein Bildder Abwechselung menschlicher Umstände auslegen,welches PlutarchuS in dem halbe» Monde findenwill, den die edlen Römer auf ihren Schuhen tru-gen. ^) Unterdessen hänget eben dieser Zierat aufder Brust einiger Pferde auf alten Werken, undauch das Pferd des ParthenopäuS beim Sta-tiuS trägt einen halben Mond am Halse. Göttliche

Eine Art dieses Kovfschniiikes kaii man sehen bci Bo-rioni (Lollect. 66.) und bei G u a s c o.

(Delle ornatric! x. 104.) F e a.

2) Nicht Marciana/ sondern Matidia, Tochter derMarciana, der Schwester Trajans. Fea.

Z) l^ek. I. 6. v. 286.

4) HuRZt. K.OIUAN. x>. 262. 7. p. 187 i33. eäit. Keisk..)