Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
390
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Zv0 Geschichte der Kunst.

scheinen/ welches andere weibliche Köpfe auf Gemäl-den und Münzen tragen.

ß. 4-5. Ohrgehänge haben zwar etliche Statuen,als die Venus des Praxiteles, getragen, wiedieses auch die Löcher an den Ohren der Töchter derNiobe, der medic ei schen Venus, der Lenko-tbea, und ein schöner idealischer Kopf von grünli-chem Basalte, beide in der Villa Albani, anzei-gen; die Ohrgehänge sind angedeutet an einer Pal-las in dem ältesten griechischen Style in erhobenerArbeit, bei dem Bildhauer Joseph Volle kenSin Rom. ES sind aber nur zwo Statuen in Mar-mor bekaiit, an denen die Ohrgehänge, welche rundsind, mit im Marmor gearbeitet worden, ohngefährauf eben die Art, wie dieselben an einer ägyptischenFigur sind. >) Die eine ist eine von den zwo Ka-ryatiden in der Villa Negroni, die andere isteine Pallas, die in dem Eremo des CardinalSPassion ei bei den Calmaldulensern, über Frafcati,war, und vor einiger Zeit nach Engeland gegangenist; diese ist halb Lebensgröße, und nach Art hetru-rischer Figuren gekleidet und gearbeitet. Anf demLandhause des Graven von Fe de, in der Villa H a-driani, sind ein paar Brustbilder von gebranterErde mit eben solchen Ohrgehängen. H Von Ohr-

1) ?ococlie, <1escnpt. of ll>e üast, t. i> p> 211.

2) Mit Ohrgehängen sind die drei weiblichen Figuren ausdem Basrelief des Kallimackus im Muse» Cavi-tolino gebildet; auch war eine kleine Bnste vonErzt, oder eigentlich ein schön gearbeitetes Gesäß, wieein weibliches Brustbild gestaltet, im Palaste der Con-servatoren zu Nom, mit Ohrgehängen versehen, von de-nen sich aber nur noch eines erhalten hat. Der Malerder a Id 0 b r an d i n i sch en Hochzeit zierte ebenfallseinige seiner Figuren damit. Meyer.

Man sieht auch Ohrgehänge von runder Form an der