Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
386
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§. ii. Zuweilen sind die weiblichen Haare, wiean hetnrrischen Figuren beiderlei Geschlechts/ hin-ten lang gebunden/ und hängen hinter dem Bandein großen neben einander liegenden Abtheilungenherunter; also sind dieselben an der vielmals ange-führeten Pallas in der Villa Albani, ferner aneiner kleineren P a llas, die nach Engeland gegangenist, und am gewöhnlichsten an Figuren dieser Göttin;an den Karyatiden in der Villa Ncgro ni/an derhetrurischen Diana zu Portiei, und an vielen an-deren Figuren. Gori/ welcher so gebundene Haarefür eine Eigenschaft hetrurischer Arbeit hält/ ist alsozu widerlegen. Flechten um den Kopf geivikelt/wie Michael Angelo den zwo weiblichen Statuenan dem Grabmale PabstS Julius II. gegeben/ findensich an keiner alten Statue. Aussäze von fremdenHaaren siehet man an Köpfen römischer Frauen/ undLucilla, Gemahlin Kaisers Lucius VeruS/ imCampidoglio/ bat dieselben von schwarzem Marmor,so daß man dieses' Stük abnehmen kan. 2)

cucil , t. 2. p!. 60. 6. 26^- t. 3. ^1.64.

3. t. 4. xl. Lc>. 8. t. 5, pl. gl>. 3 6.) und Guasco.(Delle oriialrici, n. isi. 9^.) Fea.

>) Aus Ütru5c> t. I. iali. 3Z. p. 101.

Gori/ da er die oben im §. S .angeführte l> etr n r IscheFigur erwähnt, welche die Haare losgebunden hat, undnicht aufgeknüpft, sondern in langen parallelen Bü-scheln aus die Schultern fallend, an, Ende beschnitten,und auf eine zierliche Weise geordnet, sagt: daß mankeine griechischen Figuren also finde. Fea.

2) Nuz. Lnpitol. t> 3. tav, g.

Puz von falschen Haaren , oder Perriiken in Marmornachgebildet, zum Aufseien und Abnehmen, finden sichan mehrern weiblichen Brustbildern und Porträtstatuenaus der spätern Zeit. An dem angeführten Brustbildeder Lucilla, welches Fea mit einer Statue ver-

Geschichte der Kunst.