38» Geschichte der Kunst.
tonischen Samlnng dcr Saum nicht allein derweiblichen/sondern auch der mänlichen Kleidung/ alsocingefasset ist; und man siehet auf eben diesem Ge-fäße einen König halb nakcnd und einen Zepter hal-tend sizen/ um dessen Mantel rund umher der Mä-ander läuft. ES erscheinet auch dieser Mäander ander Kleidung einer hetrurischen Figur von Erzt. >)Ausser dem unteren Saume dcr Kleidung siehet manauf eben dem Gefäße/ sowohl über der Brust als vor-ne berunter und an den Seiten, einen mit Zieratengeschmiiketen Streifen/ welcher theils auS kleinenWürfeln nach Art eines' Brettspiels zusammengesezetist/ theils sind eS Schnörkel wie die Schlingen dcrWeinreben. Auf einem Gefäße des englischen Con-snlS ;n Neapel/ welches den TheseuS uud dieAriadne vorstellet/ gehet dieser auf der Brust cindunkler Streif herunter/ welcher wie mit Knopflöcher»unterbrochen ist. -) Ferner war die weibliche Klei- jdung zuweilen mit Sternchen durchwürkct;') und sowar auch die Kleidung des Helden SosipoliS aufeinem alten Gemälde gezieret; ') sogar DemetriuSPoliorceteS trug ein solches Kleid. 5)
§. 9. So wie sich die Schönheit zu dcr Gefäl-ligkeit verhält / ebenso ist hier dcr Schmuk gegendie Zierlichkeit anzusehen; den diese/ welche bei denAlten vornebmlich den weiblichen Kleidern zukomt/ist nicht in der Bekleidung selbst/ sondern wird der-selben durch die kleidende Person in den Falten ge-
2Z sDenkmale, Numero SS.Z
3) sMan vergleiche oben t K. dieses Buchs 5 §. Not e.Z
4) 1.6. c. 26.
N e r 0 ging bisweilen also gekleidet/ wie S «et 0 ni » sbezeugt. tl,i IVcr. c. 26.) Fen.
L) l, 12> c. g. ^ n. F e a.