S70 Geschichte der Kunst.
chem wir reden, der sich auf alten Denkmalen zu Rombefindet/ ist auf einem schönen Mufaico, welchesbei Atina im Königreiche Neapel entdeket wurde,und izo die Villa des Herrn Cardinals AlexanderAlbani zieret, woHesione, des trojanische» KönigsLaomedon Tochter, einem Mecruugeheuer auSge-sezet vorgestellet ist, die vom Herkules befreiet unddem Telamon zur Ehe gegeben wird. Hier hatHesione ein weisses Tuch, welches kein Theil ihresGewandes ist, auf ihr Haupt geworfen, und ichschließe aus einer Stelle deSKracinuS beim Athe-näuS, daß eine Hanptdeke von Leinen bei Weibernnicht ungewöhnlich gewesen sein muß, -) und dieftDeke, welche die asiatischen Weiber zu tragen pflege-ten, scheinet, weil dieselbe an Größe, Form undFarbe einem Handcuche ähnlich war,ein Handtuch benennet zu sein, wie eben dieserScribent aus der Gappho und aus dem Herodo-tuS anführet. Es hänget an zwo weiblichen Figu-
den Schleier über das Gelickt herabgezogen zit tragen,wie man schließe» kan aus Aristättet. 2. cxist. >u.x. 265.1 Fea.
Viele Stellen der Alte» beweisen, daß sie schon diemeisten Arten des Schleiers kante»; besonders merkwür-dig ist die Stelle bei Taeitus I >.!. c 45.)vo» der Povväa, Neros buhlerischer Gemahlin.
j) lD e n k m a l e, Numero 66.Z
Daselbst fügt der Autor noch hinzu: „ übrigens„ f inden sich in den herculanischen Geniälden sl. 2.„ tav^ 2Z.) weibliche Figuren mit einem ähnlichen Slblei-er, und eben so scheint der Schleier der Juno zu sein„ aus einer Münze der Julia Sal 0 nina bei Venut >.„ tKumni. niocluli, tat). 36. n. Z.) Z e a.
2) I.. 9. c. ig. ln- 79-Z
31 I.. 0.