Z6S Geschichte der Kunst.
nichts, wen sie nicht vorstelle»/ was ich gesaget ha-be. >) Ferner sind ohne Gürtel vorgestellet Weiberin großer Betrübniß/ sonderlich über den Tod ihrerEltern und Anverwandten, so wie Seneca dieTrojanerinen über den erblasseten Hektor klagendeinführet: /-e?»-5-a,Z) und Andro mache
nebst anderen Weibern empfängt also mit einem un-gegürteten und schlependen Kleide den Körper diesesihres Gemahls an dem Thore der Stadt Troja/ aufeinem erhobenen Werke in der Villa Borg he se.^Auch bei den Römern war dieser Gebrauch in sol-chen Fallen; und selbst die römischen Nitter beglei-
der Mitte und siebe» auf dem Seile tanzenden Figurenbestehen. Die drei Feige», welche ein Mädchen trägt,werden wohl nicht für eine Mahlzeit bestiiiit sein.
Zu den Figuren ohne Gürtel gehören die NebenSveiseträge einen auf den in der Nähe des Hosritalsvon St. Johan zum Lateran gefundenen Gemälde»,von welchen ferner im ^7 B. ZK. t2 §,Z gehandelt wird.Fea.
t) Gleich nach diesem-Worte liest man in der wienerAusgabe S. 4l>6. folgende aus den A nmerkungen übelaufgenommene Stelle: „ es fand sich indessen vor Alter?„ eine Statue einer Tänzerin ohne Gürtel. " — Wirhabe» diese Stelle kaum vorhin dem Terte einverleibt,ai'er nach der wahren Lesart: mit einem Gürtel,wie aus dem angeführten griechischen Singedichte deutlichhervorgeht. Fea hat also ganz falsch: ciugolo.
Ja »sc» u. Meyer.
2) Jni Gegeiisazc mit den Äghptier», bei welchen Männerund Frauen in Trauerfällen gegürtet gingen, wieHerodot bemerkt. (1.. 2. c. S5.) Fea.
3) l'rond. v. 66.
/») sDenkmale, Numero!Z5.Z
Sculture äel P->I»2Z>> viUa Lorgliese, xirt. l>
«an-. 1. n. >5. Meyer.