6 Buch/ 1 Kap.
351
Tänzeritt mit einem Gürtel, i) Unter den hereula-nischen Gemälden sind zwo junge Mädchens ohneGürtel, die eine mit einer Schüssel Feigen in derrechten Hand/ und mit einem Gefäße zum Eingie-ßen in der linken; die andere mit einer Schüssel,und mit einem Korbe; H welche diejenigen vorstellenkönnen/ die denen / welche in dem Tempel der Pal-las speiseten/ aufwartete»/ und Sp ei-se träge rinen/ genennet wurden. Die Er-klärer dieser Gemälde haben hier keine Bedeutungder Figuren angegeben/^) und dieselben bedeuteil
lMan vergleiche eine spätere Note dieses Paragraph?.j
Aber die Schüssel ist leer, und die Herausgeber derh ercu lau i sch e n Gemälde halten sie lS. t22.) füreinen Diskus. Fea.
Z) 8ui>I. v.
Die Editoren halten diese Figuren entweder siirFraueu, welche dem Bakchus die Erstlinge der Fei-gen, als einer diesem Gotte geweihten Frucht, darbrin-gen, oder siir Dienerinen bei der Mahlzeit, odersür Tänze rinen. Ich halte die erste Erklärung fürdie wahrscheinlichere, wegen ihres Zusammenhangs mitden übrigen begleitenden Figuren in den vorhergehendenund solgenden Kuvserraseln, und wegen ihrer Ähnlichkeitmit zwei andern weiblichen Figuren t" i. 2. t->v. 22 — 2 .1. >welche ebenfalls Feigen aus einer Schüssel tragen, umsie dem Bakchus an einem seiner Feste darzubringen.Winckelmans Erklärung scheint nicht zu passen; dendie genauere Erklärung, welche Harpokration in sei-nem Leriko von dem Worte gibt, läßt sichweder mit dem Blike, der Kleidung,' den Zieraten undder Haltung der genaüten Figuren vereinigen, noch mitihren Begleiterin«!, und am wenigsten scheinen die an-dern Gemälde, welche sich in demselben Zimmer be-finden, aus den Tempel der Pallas Beziehung zu haben,da sie aus sechs Arabeskenstreisen mit einem Cupidom