Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
340
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34o Geschichte der Kunst.

Wort x°>vki7-°v den besezeten oder sonst verzieretenSaum des RokS anzeige. Den die Nöke sowohlals die Mäntel hatten insgemein an ihrem Saumeumher eine Besezung/ welche auch gewürket oder ge-stiket sein konte, von einem oder mehr Streifen: !dieses siehet man am deutlichsten auf alten Gemälden;es ist aber auch in Marmor angezeiget. Dieser Zie-rat hieß bei den Römern limkus, und bei den Grie-chen xvxXsx und und das Ge-wöhnlichste war eine Besezung von Purpur, welcheauch die mänliche Kleidung bei den Hetruriern undRömern hatte/ wie bekant ist; die weibliche Klei- >dung aber war unten mit einem oder mehreren Strei-fen von verschiedener Farbe gezieret.') Einen Strei- -fen hatten die gemaleten Figuren in der Pyramidedes CestiuS zu Rom; zween gelbe Streifen sie-het man auf dem Roke der Harfenschlägerin der so-genantm aldobrandini schen Hochzeit:^) drei

j) Die Griechen nennen diese Besezung auch wohl »L-t--«-!. /, die Römer gewöhnlich insliis, und wir Falbel.(Lonk. pollux. l. >3. segni. 5l> 62 — 6Z>> I

Me»e r.

2) Kzlmaü. in x>97g— göo. Luonarr> sä Oemxzt,

Z. Z3. p. 60.

Z) f'elcvnieri, Oisc. intorn. all» piram. <li lüestio.

4) Im Allgemeinen hat es zwar mit den Streifen oderder Besezung unten aus dem Gewände weiblicher Fi> >guren seine Richtigkeit; nur in Betres der angeführ-ten Harfenspielerin (eigentlich L e» er sv i e l er in>hat sich der Autor durch unrichtige Kupferstiche zu ei>nein Irrtum verleiten lassen: in diesem antiken Gemäldehat überhaupt keine Figur eine Besezung des G»wandes. Gelbe Punkte und einige kleine Streul! sen/ von eben der Farbe wie gemustertes Zeug, bemerktman zwar aus dem weissen Gewände der Le» erspiele« !r i»/ nicht aber zwei breite Streifen unten uuiher, >welche blos auf den Kupferstichen von diesem Monument!