Geschichte der Kunst.
lichcir Figuren der Meilen erhobenen Arbeiten ha-ben eben dergleichen Ärmel; auf gemaleten Gefäßensiehet man noch mehrere. Vielmals gehen die Är-mel nur über das Obertheil des Arms, welche Klei-dung daher genant wird, t) Sie habenKnöpfe von der Achsel herunter/ und am inänlichenUnterkleide waren sie noch kürzer. Wen die Ärmclsehr weit sind, wie an zwo schönen Statuen derPallas in der Villa Albani/ sind es nicht dieÄrmel des RokS/ sondern des Unterkleides, auchnicht besonders geschnitten/ sondern aus dem vier-ckichtcn Noke/ welcher von der Achsel auf den Armheruntergefallen/ vermittelst des Gürtels in Gestalt !der Ärmel gezogen und geleget; und wen ein solcherRok sehr weit/ auf der Achsel nicht zusammenge-nähet/ sondern durch Knöpfe zusammengehänget ist/ !so fallen alsden die Knöpfe auf den Arm herunter- lsolche weitläuftige Nöke pflegete daS weibliche Gc- >schlecht an feierlichen Tagen anzulegen. Im gan-zen Altertume aber findet man keine weite und nachheutiger Art an Hemden aufgerollete Ärmel/ wieVernini der h. Veronika^) in der Kirche von
und der Stolz in ihrem Antlize zu sprechen. Ein sol>ches Kleid sieht man auch an der komischen Muse/Thalia. (1. 2, tsv. Z>) Fea.
1) LcüÜF. poet. I. I. c> >3.
2) I.iv. I. 27. c. ulf.
3) Der Autor irrt, weil er die h. Veronika (eine derVier Kolossalstatuen an den Pfeilern unter der Kuvol«in der Peterskirche zu Rom) dem Nernini zuschreibt,weil sie gan; zuverläßia von Francesco Mocllii,einem l580 gebornen florentinische» Bildhauer, gearbri>tet ist, dessen Geschmak sich von dem des Berniiiideutlich genug unterscheidet; den die Formen der gc>dachten Statue sind mehr streng als weichlich; daiGewand liegt den Gliedern zu nahe an und hat Mri«