6 Buch/ 1 Kap. 52,5
I Farbe gewesen/ sondern daß sich die Farbe desselbennach den verschiedenen Augenpunkten geändert habe.^)Daß das griechische Frauenzimmer in den bestenZeiten von Griechenland seidene Kleider getragen/ist au§ Schriften nicht bekant; aber wir sehen eS inden Werken ihrer Künstler/ unter welchen vier zuleztim Herculano entdekete Gemälde/ welche unten be-schrieben sind/ vor der Kaiser Zeiten gemalet sei»können; man könte sage»/ eS hätten die Malerein seidenes Gewand gehabt/ ihre Modelle da-mit zu bekleiden. In Rom wußte man bis unterden Kaisern nichts von dieser Tracht; da aber diePracht einriß/ ließ man seidene Zeuge aus Indienkommen/ und eS kleideten sich auch Männer in Seide/worüber unter dem Tiberins ein Verbot gema-chet wurde. Eine besondere sich ändernde Farbesiehet man auf vielen Gewändern alter Gemälde/nämlich Roth und Violet/ oder Himmelblau zugleich/oder Roth in den Tiefen/ und Grün auf den Hö-hen; oder Violet in den Tiefen / und Gelb auf denHöhen; welches ebenfalls seidene Zeuge andeutet/aber solche/ an welchen der Faden des Einschlags>md deS Aufschlags/ jeder besonders/ eine von beidenFarben muß gehabt haben, welche an geworfenenGewändern/ nach der verschiedenen Richtung derFalten / eine vor der andern erleuchtet worden.Der Purpur war insgemein Tuch; man wird abervermuthlich auch der Seide diese Farbe gegebenhaben. Da nun der Purpur von zweifacher Art
Derselben Worte bedient sich Ar i stä n et n s (l. >. cpi,i.i i. 1,-76.), so daß er jene» scheint abgeschrieben z» ha-ben. Me«er.
Z) Dies liegt ansser allem Zweifel, wie Amati in seinen»