324 Geschichte der Kunst.
,'iber ihr Gesicht hergeschlagen, so dünne, daß sie idurch denselben sehen können.
K. 6. Die Kleidung von Seide glaubet man zuerkennen auf alten Gemälden an der verschiedenenFarbe auf eben demselben Gewände, welches maneine sich ändernde Farbe (colore c.ivßianre)nennet, wie dieses deutlich zu sehen ist auf der so-genanten aldobrandinischen Hochzeit, und anden Copien von andern in Rom gefundenen undvernichteten Gemälden, die sich m der vatikanischenBibliothek und in dem Museo des Herrn CardinalSAlexander Albani befinden; noch häufiger abererscheinet dieses auf vielen herculanischen Gemälden,wie in dem Verzeichnisse und in der Beschreibungderselben an einigen Orten angemerket worden. HDiese verschiedene Farbe auf den Gewändern verur-sachet die glatte Fläche der Seide und der grelleWiderschein; und diese Wirkung machet weder Tuchnoch Baumwolle, aus Ursache des wollichten Fadensund der rauhlichen Fläche. -^) Dieses will Philo-firatnS anzeigen, wen er von dem Mantel desAmphion saget, daß derselbe nicht von einer
>) lpliigen, !» v. Z72.
über die Baumwolle und ihre Benennung bei denAlten vergleiche man Böttigers Bemerkungen in dera ld 0 b r a n d ini sch e II Hochzeit (S. tZ7.) nnd N 0 s>sens Commentar zu N irgi ls Landbau. (2B. t20V.)Me»e r.
2) L-iz-srili, Lutzl. P. 47. n. 244. z>> 117. n. 5gZ.pitture t. 2. tgv. 5. ^.27.
3) Dieses besireitet Leus ou egsai sur lezliakillem, I. 2. cli. 1/ p> ??.), weil das Ziegenhaar, dieBaumwolle und die seine Leinwand, weil sie ei» wenigGlanz haben, auch die schillernde Farbe (colure canZi-->ntc) hervorbringen, wen gleich nicht so lebhaft undstark als die Seide. Feg.