322 Geschichte der Kunst.
schönste und feinste Flachs gebauet und gearbeitet wnr- !de. Mau kau also sicher glaube« / da sogar die Sam-niter in ihren Feldziigen Leinewand trugen/^) unddie Jberier in dem Heere des Hannibals inpurpurfarbenen leinenen Westen gingen/ daß inRom das Leinenzeug nicht so selten gewesen/ wieeinige Scribenten aus einer übel verstandenen Stelledes Plinius schließen. 4) Daß das' Unterkleid derWeiber gewöhnlich von Leinen gewesen/ kau manschließen aus der Nachricht des PliniuS von demrömischen Hause Serana/ in welchem sich die Wei-ber von andern dadurch unterschieden/ daß sie keinLeinen getragen: 5) folglich trugen es andere römi-sche Frauen/ und Arbutnoth hat aus dieser An-zeige deck Plinius einen irrigen Schluß gemachet/wen er vorgibt/ daß das Leinenzeug bei den Römern !nicht im Gebrauche gewesen.
s. 6. Das leicht Zeug war vornehmlich Baum- !wolle/ welche in der Insel Kos gebauet und gewürkctwurde / 6) und es war sowohl unter den Grieche»als unter den Römern eine Kleidung des weiblichenGeschlechts; wer sich aber von Männern in Baum-wolle kleidete, war wegen der Weichlichkeit be-
4) pausan. I. 6. c.Ü. I. 19. c. 1. sect. 4.
2) Man vergleiche 3 V. 4K. 3 H.1
3) !. 3. p. 264. !.!v. I. 22. c-. 26. n. 46.
Nach beiden Stellen trugen die Hisvanier keine pur>p n rf a r b n e n Tuniken von Leinwand, sondern mit P u r-p u r v e r b ramte:
^ur^zuia tunicis. Fea.
4) 19. c. 1. sect. 2. 11. 1.
5) I. c.
6) Läliuas. fixere, in Lvliu. c. 7. x>. isi—? »02.