Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
297
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5 Buch/ 6 Kap. 297

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An einigen Figuren der Venus unter Lebens-größe sind die Brüste gedrungen und Hügeln ähn-lich/ die sich zumzen, welches für die schönsteForm derselben scheinet gehalten worden zu sein.Von dieser Anmerkung und von den Figuren derGöttinen schließe ich aus die einzige ephesinischeDiana/ an welcher die Brüste nicht allein großund voll/ sondern auch vervielfältiget sind;diese Form aber ist hier symbolisch/^) und hatnicht die Schönheit zur Absicht. Unter den idea-lischen Figuren habe» die Amazonen allein dieBrüste groß und ausgebreitet/ auch die Warze sicht-bar/ weil dieselben nicht Jungfrauen/ sondern Wei-ber vorstellen.

t. 7. col. 53g. Fea.

Z) Oben (SB. 1 K. 2§.) hat der Autor gesagt:die» Brüste der Amaz o»e» seien, gleich denen der Götti- neu, wie an junge» Mädchen, welchen Lucina denGürtel noch nicht aufgelöset hat, und welche die Frucht der Liebe »och nicht empfange» bade»- " Hier aberscheint er gerade das Gegentheil andeuten zu wollen.Die Wahrheit liegt in der Mitte. Die Künstler desAltertums wollten in den Amazonen rüstige, die Ar-beiten des Kriegs zu ertrage» sähige Heldinen vorstellen,welche die Liebe weder suchen noch verschmähe». Ei»solcher Charakter ersodert vollkomme» ausgebildete Ge-stalten ohne weitere Rüksicht. Dem zusolge erscheine»die besten Amazone» nicht als kaum aufblühende Mäd-chen mit Brüsten, die eben zu schwellen begin»en, son-der» in voller ausgebildeter Jugendkraft, und ihr Bu-sen ist deßwegen weder üvigvoll, wie a» Weibern, diemehrere Kinder geboren, noch flach und gleichsam unrcis,wie an Figuren der Pallas, der Diana und guderii,wo ein jungfräulicher, Liebe vermeidender Charakter an-gedeutet werde» sollte, Meyer.