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4 (1825)
Entstehung
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295
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5 Buch, K Kap. 2S5

Kniee bei den Alten mehr sichtbar als bei uns, unöje weniger derselbe gepresset war/ desto wohlgebilde-ter war dessen Form, welche bei den alteit genaubeobachtet wurde, wie aus den besonderen Bemerkun-gen der alten Weisen über die Füße, und aus ihrenvermeineten Schlüsselt auf die Gemüthsncignng er-hellet. Es werden daher in Beschreibungen schö-ner Personen, als der Polyxena,^) und derAspasn',2) auch ihre schönen Füße angeführet/und die schlechten Füße Kaisers DomitiannSsind auch in der Geschichte bemerket.^) Die Nägelsind an den Füßen der Alten platter, als an neu-ern Statuen.

H. 6. Nach Betrachtung der Schönheit derÄusseren Theile des Körpers ist dieselbe auch inden Flächen, nämlich der Brust und dem tt n«terleibe zu berühren. Eine prächtig gcwölbeteErhobenheit der Brust wurde an manlichen Figuren

>) ^ristül. äe c. 3. Z, 6. p. c. 6. x.

2) Kares I?« e^ciäio iZz.

Z) ^.lian. var. Iilst. i. 12. c. «.

4) Luet. in Ovmit. e. i3.

Von schöllen Füßen sind »och sehr Viele übrig geblie-ben. Indessen dienen den Künstlern gewöhnlich fürzarte weibliche Füße die Abgüsse von den Füßen dermedicei sch en Nenus zum Muster. Das Vordertlieileines weiblichen Fußes, über Lebensgröße, mit hoherSohle, welches sonst unter den sarnesischcn Altertü-mern sich befand, und vermuthlich einer Figur angehörthaben mag, deren Gewand von anderm Stoffe war, wirdebenfalls sehr hoch geschäzt; nicht weniger auch zweidergleichen kolossalifche Vordersüße im Mu seo Cävito-lino. Unter den Füßen mäiilicher Figuren stehen diedes b elv ed eri sch e n Apollo, des c a p i t 0 li n i sch e >tAntinous, des borghesischen Silenns, desLao-koon und des sarnesischen Herkules in vorzügli-cher Achtung. Meyer.