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4 (1825)
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Geschichte der Kunst.

den. Eben diese Beschaffenheit hat es mit den Ar-men unter dem Ellenbogen des Apollo im Bel-ve d e re.

§. 2. Die Schönheit einer jugendlichen Handbestehet in einer gemäßigten Völligkcit, mit kanmmerklich gesenketen Spuren/ nach Art sanfter Be-schattungen, über die Knöchel der Finger, wo aufvölligen Händen Grübchen sind. Die Finger sindmit einer lieblichen Verjüngung/ wie wohlgestalte-te Säulen gezogen, und in der Kunst ohne Anzei-ge der Gelenke der Glieder; das äusserste Glied istnicht, wie bei den neueren Bildhauern, vorne über-gebogen, noch sind die Nägel wie bei diesen, sehrlang. Schöne Hände werden von den DichternHände der PallaS, >) auch Hände des' P o ly-kletuS genennet,^) weil dieserKünstler dieselben voranderen schön wird gebildet haben. Von schönenHänden haben sich erhalten, erstlich von jugendlichmänlichen Figuren, eine Hand an dem Sohneder Niobe, welcher auf der Erde gestreket lieget,und eine andere an einem Mereurius, der dieHerse umfasset, in dem Garten hinter dem far-ne fischen Palaste.^) Von schönen weiblichen

1) IZruaclii! l. 2. x, Zg6. n. 24. v. >.

2) IIniI t. 2. x. ZgZ> n. >Z. v. i>

sEs sind nicht Hände, die Polhklet verfertigt, so»!der» dieses Künstlers eigne kunstfertige Hände ge-meint. Man sehe 8 V. 2 K> 7 5. Not e.Z

Z) Schöne gntike Hände stnd freilich selten, doch nicht soselten, daß man nicht ohne viel Mühe das Registermehr oder weniger wohl erhaltener Hände an antikenStatue» noch ansehnlich sollte vermehre» können; so stndz. B. a» der bewundernswürdige» Venus im MuscoCapitolino beide Hände und mehrere Finger derselbenwirklich alt. Eine Leda ebendaselbst/ etwa halb lebcns«Sro» von Marmor, hat das rechte niedliche Händchen