Sechstes Kapitel.
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§. t. Die Schönheit der Form der übrigenTheile war in den Werken der alten Künstler ebenso gleichförmig bestimmet; die äussersten Theile,Hände und Füße sowohl als die Flächen. ESscheinet Plutarchus, wie überhaupt/ also auchhier/ sich wenig auf die Kunst verstanden zu haben,wen er vorgibt/ daß die alten Meister nur auf dasGesicht aufmerksam gewesen/ die übrigen Theile derFigur aber nicht mit gleichem Fleisse gearbeitet.Die äussersten Theile sind nicht schwerer in derMoral, wo die äusserste Tugend mit dem Lastergränzet/ als in der Kunst/ wo sich in denselbendes Künstlers Verständniß im Schönen zeiget. Aberdie Zeit und die Wuth der Menschen hat uns vonschönen Füßen wenige/ von schönen Händen nochwenigere übrig gelassen. Diese sind an der medi-ceischen Venus völlig neu,?) woraus das unge«lehrete Urtheil derjenigen erhellet/ die in den Hän-den, welche sie für alt angesehen, Fehler gefün-
1) I» ^lexsnllia, sc, > /! p, 66?. xrlnc.
Plutarchus verdient wenigstens hier den harten Ta-del nicht, da er nur Vergleichungsweise und besonder?von den Porträtmalern spricht. F e a.
2) An ihr stnd die modernen Hände wie die übrigen Ergän-zungen nur in Nergleichung mit der vortreflichen anti-ken Arbeit weniger gut zu nennen, da sie an sich keines-wegs häßlich oder verzeichnet sind. Ürigens ist derrechte Arm von der Schulter an neu, und der linkevom Ellenbogen an. Meyer.