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Geschichte der Kunst.
Bemerkung solcher Öhren an zwei Brustbildern ei-nes' jugendlichen Herkules/ von Lebensgröße undvon Erzte in dem herculanischen Musev/ hätte indenselben, da diese ausserdem durch ihre Bildungund Haare kentlich sein konten/ die wahre Vorstel-lung bestätigen können. Da aber weder dieses nochjenes.-bcobachtet worden/ hat man den jüngerenKopf für einen Mar celluS/ des Augustus En-kel/und den alteren für einen PtolemäusPhiladelphus angegeben.^) Die Form solcherOhren an einer kleinen mänlichen unbekleideten Fi-gur von Erzt/ im Hause Massimi/ welche ichfür ein neues Werk gehalten hatte/ ehe ich aufdie Ohren Achtung gegeben/ machete nachher meinUrtheil über diese Figur richtig. Da ich mich mmversichert halte/ daß vor mir niemand/ sonderlichkein Künstler/ diese Ohren bemerket hat: so warenmir dieselben ein Beweis des Altertums des Kopfsder Figur / und ich fand in demselben bei genauererBetrachtung eine Ähnlichkeit mit den Köpfen des
nicht einerlei Meinung sind; aber wen wir mit ihm immehrern Srten in Widerspruch gerathen, so konte eineStelle durchaus nicht Übergängen werden, die schon beiManchen gegen Winckelmans Lehre und Ansicht der anti-ken Kunstwerke Zweifel erregt; auch mag sie uns zugleichzur Entschuldigung dienen, falls wir Viscontis Ur-theilen, in wiefern dieselben das Kunstverdienst antikerDenkmale betreffen, kein entscheidendes Gewicht zugeste-hen. Die Herkulesherme halten wir zwar fürvortreflich gearbeitet, auch im Betref der Formen unddes Charakters für sehr schäzbar; doch scheint ste uns übri-gens gerade eines von den Monumenten zu sein, derenAbkunft aus Hadrians Zeit eben nicht besonders schwerzu errathen ist. Meyer.
>) Lroll?'» il'15rcnl. tav. 4g—Lo.
z) Ibiil. — 62.