Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
274
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Geschichte der Kunst.

chus in der Villa Medici S/ so wenig aks wassonst von schönen idcalischen Figuren übrig ist/ die-ses' Grübchen; mir der Kopf eines Apollo vonErzt/ in Lebensgröße/ in dem Museo des CollegiiRomani/ und die Venus zu Florenz/') haben die-ses Grübchen/ als einen besonderen Liebreiz/ nichtals etwas zur schönen Form Gehöriges; es warauch an dem Kopfe der Statue des Bathyllus/die in dem Tempel der Juno zu Samos stand/ wieApulejus berichtet;^) und es beweiset nicht das Ge-gentheil von dem, was ich sage/ wenVarro diesesGrübchen einen Eiudruk des Fingers derLiebe nennet.

§> 28. Da also die völlige Großbeit des Kiiiseine Eigenschaft von dessen Schönheit ist/ die allge-mein bekant war/ und an allen Figuren würdigerWerke des Altertums beobachtet worden: so kaiiman sicher schließe»/ wen in Zeichnungen derselbendas Kin unterwärts wie cingekniffen ist/ daß dieserEinbug eine Unwissenheit des Zeichners sei; und wosich ein solches Kin an alten idealischen Köpfen fin-den sollte/ kan man billig muthmaßen/ daß eine

t> In der Vorläufige» Abhandlung (4K. 6Z§.)fi igt der Autor hinzu: „Weil die oben genante Venus»dieses Grübchen hat/ wie es auch an der Statue des»Bathyllus zu Samos f^pul, I>'lvriil> >5.) zu se<„ hen war: so bin ich auf die Vermuthung gekommen,»daß jene Venus vielleicht die Porträtstatue einer» schönen Frau sein köiite, bei welcher sich die Künstler„ in Hinsicht dieses Theils von der wahren, ihnen vor-» schwebenden Jdea des Schönen entfernen mußten. " Fea.fMan vergleiche 4 B> 2 K. 26 §,Z2) ?Iori6, c. lü.

Z) ZVonium, c. 2. n. 614. Ligills !n mento im^rss-

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