Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
271
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6 Buch, 5 Kap.

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sich zusammenziehe»/ sind/ wie eine griechische Eil-schrift anzeiget/ ein Zeichen des Stolzes und derBitterkeit:

K. 26. Nebst den Augen ist der Mund derschönste Theil des Gesichts; die Schönheit dessenForm aber ist allen bekant und hat keiner schrift-lichen Anzeige von Nöthen. Die Lipen sollen nöthigsein/ um mehr schöne Rothe zu zeigen/ und dieuntere Lipe völliger als die obere/ wodurch zugleichunter derselben und über dem Kinne die gesenkcteTiefe/ eine Bildung der Mannigfaltigkeit/ entste-het/ die dem Kinne eine völligere Rundung gibt.An einer von den zwo schönen Statuen der Pal-las in der Villa Albani lieget die Unterlipeunmerklich hervor / zu mehrcrem Äusdruke der Ernst-kaftigkcit. An Figuren des Attesten Styls pflegendie Lipen geschlossen zu sein; nicht völlig geschlossen

bekante Bild sein soll, das diesen Fürsten bejahrtvorstellt. Fea.

1) lirunclvü I. Ü2. n.A5.

Es scheint hier von einer willkürliche» Zusam-menziehung der AugcnbrauneN/ und nicht von einer na-türlichen die Rede zu sein; >vie Aristophanes(!>>ul, v. 754.) von den Verdamten im Erebus sagt.Derselbe lehrt sl^sislr. v. S — g,), daß eine Frau/ wel-che in ihrer Traurigkeit die Augenbraunen zusammen-ziehe/ ihre Schönheit verunstalte. Sophokles in derAntigone sagt das Nämliche. (V. Ssg.) Fea.

2) In der ersten Ausgabe S. tSj steht Folgendes: „Das„Maß des Mundes ist/ wie angezeiget worden, gleich„ der Ssnung der Nase; ist der Schnitt desselben län->, ger, so würde es wider das Verhältniß des Ovals>, sein, worin die in demselben enthaltenen Theile in1, eben der Abweichung gegen das Kin zu gehen müßen/11 in welcher das OVal selbst sich zuschließet. " Meyer.