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billig gewundert/ wie Tbeokritus/ der Dich-ter der Zärtlichkeit/Augenbraunen/ die zusam-men laufe«/ schön finden können; und daß ihmandere Scribenten hierin gefolget sind/ unter wel-chen Jsak Porphyrogenetes ist/der solcheAugenbraunen dem Ulysses gibt imglei-
chen auch der vermeinete Phrygier DareS/ welcherdie Schönheit der BriseiS auch durch zusammen-gewachsene Augenbrauen bezeichnen will. Vaylesand dieses/ auch ohne Kentniß der Kunst/ fremdegedacht an einer Schönheit/ und meinet/ daß solcheAugenbraunen der Briseis zu unserer Zeit fürkeine Eigenschaft der Schönheit würden gehaltenwerden. Man kan aber mit demselben versichertsei»/ daß Kenner der Schönheit anch vor Alter?eben so gedacht haben / unter welchen AristänetuSist/ der die abgesonderten Augenbraunen an einerschönen Person lobet. Es sind zwar die Augen-braunen an dem Kopfe der Julia des Kaisers Ti-tus in der Villa MediciS/5) und an einem an-
1) ichn, vnr, v.72.
2) variar. lect. I. 5. c. 20. s,. 5i i.
Er spricht hier blos als Historiker, und ist daheveben so wenig zu tadeln, als Suetonins im Folgen-den. Fea.
3) Oictionn.
/j) 1. I. 1. p. 5.
!) Vekantlich sind die Antiken au§ der Villa Me^diei nachFlorenz gebracht worden, und daselbst finden sich in derGalerie zwei Brustbilder, denen man den Namen derJulia des Titus beigelegt. Das eine Verdient nichtviel Aufmerksamkeit ; das andere aber ist von vortresli-cher Arbeit, an Haaren und Gewand besonders fieis-fig ausgeführt und wird wahrscheinlich eben dasjenigesein, dessen der Autor hier gedenkt. Dieses Monumentist wohl erhalten, und hat nur die Spize der Nase er«