6 Buch/ 5 Kap.
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eingefallen ist/ in Betrachtung der ausgelassenenGeilheit der lydischen Weiber.
§. tS. Ich befürchte nunmehro beinahe/ daßdie Untersuchung eines so merkwürdigen Steins demLeser eine Ausschweifung scheinen könte/ und ichsollte also billig meinen Faden wieder suche»/ näm-lich die Anzeige der Schönheit an den übrigen Thei-len des Gesichts'; ich kan aber nicht umhin/ bei die-ser Gelegenheit zween einander völlig ähnliche Köpfeeines jungen Helden von schöner idealischer Bildungbekant zu machen / die in den Haaren auf der Stirnedem Herkules gleichen/ und mit einem Diademaumgeben sind. Das Besondere an beiden sind Löcheroben auf beiden Seiten über den Schläfen/ in welcheman bequem den Daum steken kaii/ die also scheinengedienet zu habe»/ Hörner in denselbigen zu befesti-gen; an dem einen dieser Köpfe waren diese Löchervon einem neueren Bildhauer vollgefüllet. DieBildung sowohl als die Haare erlauben nicht/ aufBokshörner und auf junge Faune zu schließen/eS haben also hier vermuthlich kleine Ochsenhör-ner gestanden. Diese waren den Köpfen des erstenSeleukus/ Königs in Syrien/ gegeben^) dessenBildnissen unsere Köpfe aber nicht ähnlich sind.Hch bin folglich der Meinung/ daß hier Hylas/der Sohn des Herkules/ vorgestellet worden/ des-sen Bilder/ nach dem Pto lein aus Hephästiv/?)
>) I.idan. vrat. I I. in ^ntloc». p. ?4g.
Dieser Autor redet nur von einer dem 'Seleu-kus in Antiochia errichteten Statue von Bronze mitHörnern. Von allen Statuen dieses Königes überhauptscheint es der Nerfasser der üicerxta >1« ^nti^uiisiikusI. 6. p. 127. xrinc. zu behaupten.
Fea.
») ?>>vt. Ki1i!!ot!>ec. c»-I. go. p 475.