Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
260
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Omphale verkaufet wurde/ i) wo es nicht dieLiebe ist/ welche die Omphale von ihrer Unter-redung abrufet/ um den jungen Held/ der vor sietritt/ zu empfange»/ als ihre» künftigen Liebsten. ^Die vor der Omphale sizende weibliche Figur hatdie Haare nach mänlicher Art hinterwärts kurz ge-schnitten/ welches/ da es ganz und gar ungewöhn-lich ist/ nicht ohne besondere Andeutung geschehensein wird; und ich weiß nicht/ ob ich mich mit ei-ner Muthmaßung hierüber wagen darf. Sollte diesePerson nicht etwa ein Mädchen vorstellen/ die ver-schnitten war/ da die Lydier die ersten waren/ diean die weibliche Natur auf diese Art die Hand le-geten; und diese Erfindung wird dem lydischenKönige AdramyteS/ welcher der vierte Königdieses Landes vor der Omphale war/ zugeschrie-ben/ um sich solcher weiblichen Geschöpfe anstatt dermänlichen Verschnittenen zu bedienen. 2) Durchwas für ein Zeichen aber war eine solche weiblichePerson an ihrem Leibe selbst anzudeuten/ als alleinan den Haaren/ die kurz sind/ wie junge Leutemänlichen Geschlechts zu tragen pflegen/ um dadurchgleichsam eine verwandelte weibliche Natur anzudeu-ten. So wie auch verschnittene junge Leute diesel-ben werden getragen haben; und der gelehrte Malerdieses Gefäßes hatte durch eine solche Person dieVorstellung seines BildeS/ und das Land sowohl/wo dieses vorgegangen/ als die Person einer Köm- ,gin der Lydier deutlicher bestimmet/ ohne mich inErforschung anderer Ursache«/ die er vielleicht gehabthaben kan/ einzulassen; wie ich den mit Stillschwci»gen übergehe/ was mir hier von den Tribade»