258 Geschichte der Kunst.
ähnlichen Verhüllung der Phrygier/ wo dieser Dich-ter in seiner He kub a den Agamemnon aufführet/welcher jene Königin von Troja/ da er den entleibe-ten Körper des PolydoruS/ ihres SohnS, vorihrem Gezelte liegen sah/ fragete/ wer der todte Tro-janer sei; „ den ein Grieche kan eS nicht sein/„(sagete er) weil dessen Körper verhüllet ist:"
den hier ist nicht die Rede von dem Tuche/ in wel-ches die Todten eingehüllet wurden/ sondern von einerbesondern Tracht der Phrygier/ die von der griechi-schen Kleidung verschieden war. Will man aber dieseStelle überhaupt von der phrygischen Kleidung ver-stehen/ so übergehe man meine Anmerkung alsmüßig.
K. 17. Dieses sage ich nicht aus Mißtrauen ge-gen meine vorgebrachte Muthmaßung über die beiden Lydiern gewöhnliche Verhüllung des Gesichts,sondern ich glaube meiner Erklärung des Steins,von welchem wir handeln/ das völlige Gewicht zugeben durch ein Gemälde eines Gefäßes von ge-brauter Erde/ welches in der großen hamilto Ni-schen Samlung in Kupfer gestochen zu finden ist. ?)Ich merke hier an/ daß dieses Gefäß aus Alexandrienin Ägypten gekommen/ wohin eS vermuthlich inneueren Zeiten aus dem Königreiche Neapel gebrachtworden.
K. 18. ES ist daselbst ohne Zweifel Herkulesvorgestellet/ wie er gedachter Omphale verkaufet
1) Hecub. v. 7Z2.
2) r. >, pi. 71.
Nach dieser Abbildung verkleinert bei Fea. (?> i. x>
207,) Meyer.