Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

5 Buch, 5 Kap.

zeichen war einer von den Gründen/ der mich be-wog, einem schönen tief geschnittenen Kopfe desHerkules in dem ehemaligen stoschischen Mu-se o, da derselbe unter dem Namen einer Joleging/ seine wahre Benennung zu gebend) Ebendiese Kenzeichen entdeken sich in einem jugendlichenKopfe mit Lorbeern bekränzet, von Allion, einemgriechischen Künstler, auf einem Carniole geschnit-ten, welcher sich in der großberzoglichen Galerie zuFlorenz befindet: eS wäre also hier ebenfalls einHerkules vorgestellet, und kein Apollo, wofürman ihn ausgegeben hat. Ein anderer Herku-les in eben diesem Museo, vom OnesaS geschnit-ten, ist wie jener mit Lorbeern bekränzet; da aberder obere Theil des Kopfes mangelt, ist die Stirnin den Kupfern desselben von Leuten ergänzet, dierbige Bemerkung nicht gemachet haben. Hätten dieMünzverständigen diese Beobachtung gemachet, würdeman auf vielen Münzen, sonderlich Alexandersdes Großen, die einen jugendlichen Kopf mit ei-»«er Löwenhaut bedeket vorstellen, hier das Bildnißdes Herkules erkant haben, wo man den Ale-xander oder einen anderen König zu sehen vermei-net hat.

§. 11. An den Köpfen Alexanders desGroßen sind ebenfalls die Haare auf der Stirneein beständiges und untrügliches Kenzeichen desselben;diese Haare aber sind in der Ähnlichkeit der Haaredes Jupiters, für dessen Sohn er angesehen sein

l) Weschreib, d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. tüAbth .I») Ltosck , pierves ßravees, pl> ö.

Bracci (IVIcmoire Qnl'icli! Indsoi-'i, vol. I. p.

67.) beschuldigt den Autor eines Irrtums und willbehaupten, der angesnhrte mit Lorbeer bekränzte Kopfsei kein junger Herkules, sonder» ein Apollo.Meyer.