5 Buch/ 6 Kap.
K. 6. Daß Horatius, wen er insigvem t«.I>m krönte I.^cori<Is besinget/^) eine niedrigeStirnmeinet/ haben die alten Ausleger desselben verstan-den/ wo es erkläret wird: »ngusw et parv» kioote,
<zuocl in s»ile,lirituclinis korins eomraenclsii solcl.
CruquiuS aber hat es nicht eingesehen; den ersaget! T'enllk/>onts tenuis et KZtulicla krons i»<lexest lidiiZinis et mokilirstis simplicitatiscrue, siuejii-oesei s>etuIsllN!» <1c>Iis>^ue meretriciis. Franz I u-
«ins hat hier das Wort tenuis ebenfalls nicht ver-standen: den er erkläret tcouen, krontcm durch«'^«Xon ^055«^? desBathylluS beim
Ilnakreon. krons tcnuis ist krovs drevis beimMarti alis, welche er an einem schönen Knabenverlanget.
§. 7. Je niedriger aber die Stirn ist/ destokürzer sind die Haare auf derselben/ und es pflegensich die Spizen der niedrigsten und kürzesten Haarevorwärts überzubeugen. Dieses ist offenbar an allenschönen Köpfen des Herkules/ sowohl im jugend-lichen als im mänlichen Alter / und solche vorwärtsgebogene Haare sind gleichsam Kenzeichen dieserKöpfe/ die nicht selten einen neuen Kopf desHerkules in geschnittenen Steinen entdeken. Ebensolche Haare gibt Petronius seiner Circe: 5)diese Schönheit aber haben weder die Abschreibernoch die Ausleger dieses Scribenten verstanden.Den wo man lieset: kl'ons minims et huie rsclicesca^illorum rctioklexerst, MUß Mall ohne Zweifel/anstatt des Worts raäiccs, sezen »1-ices, die Spizen/
») i. carm. 33. v. 5.
2) Oe xictur« vetei-urn, 1.3. c. 9. x. 22I.
3) Oäe 29. t. 1. x. 96»
4) 4. epixr. 42.
5) Zai^ric. c. 126. p. 602 —-