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und zweitens die Ruhe in ihrer Handlung.In Absicht auf die erstere erscheinet aus sehr vielenihrer Werke/ daß das Gesez der Schauspiele: nichtmehr als drei Personen zugleich auftreten zu lassend)welches Sophokles zuerst eingefubret hat/^) auchin der Kunst angenommen und beobachtet worden;ja, wir finden/ daß die alten Künstler sich bemuhetcN/viel und eine ganze Handlung in einer ein-zigen Figur auSzudrükeN/ wie der Maler Th eonzeigete/ in der Figur eines Kriegers/ der die Feinde
1) Horst, cplst. ack ?!s, V.192.
2) Bristol, poet. e. 4. p. 5.
Z> Diese Bemerkung des Autors über die Sparsamkeitder Alten in den Figuren/ mochte/ wen sie richtig seinsoll/ wohl einige Einschränkung erleide» müßen. Zuerstkan sie nur von der Zeit der höchsten Blüthe der grie-
chischen Kunst gelten/ da wir aus den Zeugnissen derAlten wissen, daß die Kunstler aus den frühern Zeitensich häusig an große und aus vielen Figuren beste-llende Compositionen wagten. Ferner ist jene Bemer-kung des Autors mehr auf die Werke der Plastik alsdie der Malerei zn beziehen. Den aus viele» Stellender Alten geht hervor/ daß ihre Maler in den frühernwie in den fpätcrn Zeiten häufig große/ verwikelte Com-posttionen in ihren Werken vorgestellt, wie z. B. Mikondie Schlacht der Amazonen gegen die Athe-il ienser (l'au8!>n. >. I. c. >7.); Pol»gnot die Zer-störung von Troja (pausan. I. 1. c. lS.); Panä-nus die Scklacht von Marathon (Pau5->n. I. 1.c. 18. I. 5. c. It.); Euvhranor die Schlacht beiMantinea (?au5an. I. I. c. >5.) und Aristides dieSchlacht der Griechen gegen die Perser. —Aber miläugbar ist es, daß in den g e pr i e se n st e nWerken der alten Maler die höchste Einfachheit i» derComvosttio» und die strengste Ökonomie in der Anzahlder Figuren beobachtet war. M e» e r.
Winckelman. 4. tl