5 Buch, -4 Kap. ' 239
z. t-j. Ich hange an diese Anmerkungen überdie Proportion dasjenige an, was von der Zusam-
Auge lang ist/ oder ihre Breite enthalte eben dasMaß, als Länge dem Kinne zugemessen worden, unrich,tig scheint uns' ferner gesagt: „ die Länge des Mundesi, sei der Länge der Augen gleich; " sie ist Vielmehr »ochdie Hälste so laug / wie auch des Autors eigene Mei-nung war, indem er nachsezt : „ und der Hohe des Kins„ bis znr ösnung des Mundes/ " welches wirklich eine undeine halbe Augenlänge beträgt. Wir wollen de» Ver-such wagen / die Provortionslehre vom Kopse und haupt-sächlich vom Gesichte nach gleicher Regel so faßlich alsmöglich vorzutragen.
Das Gesicht theile man seiner Höhe nach in d.reiTheile oder Nasenlängen; ein solches Theil bleibtsür die Stirne und Nasenwurzel, und/ voraus,gesezt, das Gesicht soll völlig von vorne dargestellt wer-den , so wird am untern Ende dieses ersten Theils, aufdie des Gesichts Mitte bezeichnende Pervrndieularliuie,eine sie winkelrecht durchschneidende Horizoutallinie auf-getragen, welche über die geöfneten Angen wegzugehenhat. Das zweite Theil gibt die Länge der Nase an.Das dritte Theil bleibt für die untern Theile desGesichts, falls der Mund geschlossen darzustellen ist;soll aber derselbe gcos» et erscheinen, so muß man ebenfo viel, als die üinuug beträgt, der Länge dieses unternDrittheils hinzusezen/ welches nun in vier Theile ge-theilt wird ; ein solcher Viertheil des Dritt Heilsgeht auf den Raum von der Nafe bis zum Schnittdes Mundes, der andere reicht vom Schnitt desMuudes bis an das Kiii, für welches alfo noch zweisolcher V i er th eile, oder die Hälfte einer Nasen-länge iibrig bleiben. Für die Höhe des Schädels überder Stirne vom Haarwuchs an mag man etwa einehalbe Nasenlänge nehmen, wen die Haare nicht in An-schlag kommen. Der Autor gibt in dem Kanon nachMengs diesen« Theile ei» Fnnftheil der ganze»Gesichtslänge, und al<o etwas mehr, weil er denBetrag der Haare mitrechnet. Für die Breite desGesichts sollen, vermöge der im Terte vorgetragenen