Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
238
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2-i3 Geschichte der Kunst,

rizontallinie getragen/ und alSden bleiben zwei vondiesen Theilen zwischen dem Theile auf dem äusserenEnde der Linie/ und zwischen dem Theile auf demPunkte des Durchschnitts der Linie»/ und diese zweiTheile geben die Länge eines AugcS an; wiederumein Theil ist für die Höbe der Augen. Eben dasMaß ist von der Spize der Nase bis zu dem Schnittdes Mundes/ und von diesem bis an den Einbug desKiiis/ und von da bis an die Spize deSKinS; dieBreite der Nase bis an die Lapen der Nüstern hälteben ein solches Theil; die Länge des Mundes aberzwei Theile/ und diese ist also gleich der Länge derAngeii/ und der Hohe des KinS bis zur Ösnung desMundeS. Nimt man die Hälfte des Gesichts biszu den Haaren/ so findet sich die Lä/ige von demKinne an bis zu der Halsgrnbe. Dieser Weg zuzeichnen kan/ glaube ich/ ohne Figur deutlich sein/und wer ihm folget/ kan in der wahren und schonenProportion des Gesichts nicht fehlen.

j) Die hier beschriebene Cintlieilung des Gesichts nach denBeobachtungen des Malers Mengs kömt allerdingsmit den schönsten antiken Kövsen in so fern überein,alS ein Kanon mit den übrigen Werke» der Kunst über-einkommen kan und soll, d. h. diese müßen/ so wie sie zuCharakterbildern werden, in den rrsodeeliche» Theilenvom Kanon abweichen. In dein aber, was soigt, isteiniges nicht hinreichend deutlich, Anstatt „ und Von„da (nämlich vom Einbug des Kiüs) bis an die Svize„des Kiiis," sollte man lesen: nnd vom Einbugedes Kiiis bis an die Svize desselben sindiwei Theile, d, h. dem Kinne, vom Einbuge bisan die Spize abwärts, wird eben so viel Raum ge»geben, al§ Raum ist aufwärts vom Einbnge bis un-ter die Nase, oder ein Sechstheil der ganze»Gesichtslänge. „ Die Breite der Nase bis an die Laven„der Nüstern hält eben ein solches Theil," muk ver-fianden werden: die Nase sei eben so breit als ei»