Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
237
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5 Buch/4 Kap. LZ?

Regel» der allgemeinen Harmonie »nd der Musik zubringen/ wenig Erleuchtung zu hoffen für Zeichnerund für diejenigen/ welche die Kentniß des Schö-nen suchen: die arithmetische Untersuchung wurdehier weniger/ als die Schule des FechtbodenS in einerFcldfchlacht / helfen.

K. Um aber dieses Stiik von der Proportionfiir Anfänger im Zeichnen nicht ohne praktischen Un-terricht zu lassen/ will ich wenigstens die Verhältnissedes Gesichts von den schönsten Köpfen der Alten/und zugleich von der schönen Natur genommen/ an-zeigen/ als eine untrügliche Regel im Prüfen und imArbeiten, Dieses ist die Regel/ welche mein Freund/Herr AntonNaphael MengS/ der größte Lehrexi» seiner Kunst/ richtiger und genauer/ als bishergeschehen/ bestimmet hat/ und er ist vermuthlich aufdie wahre Spur der Alten gekommen. Man zieheteine senkrechte Linie/ welche in fünf Abschnitte ge-theilt wird: das fünfte Theil bleibet für dieHaare; das übrige von der Linie wird wiederum indrei gleiche Stüke getheilet. Durch die erste Ab-theilung von diesen dreien wird eine Horizontalliniegezogen/ welche mit der senkrechten Linie ein Kreuzmachet; jene muß zwei Theile/ von den drei Theilender Länge des Gesichts/ in der Breite haben. Vonden äussersten Punkten dieser Linie werden bis zumäussersten Punkt des obigen fünften Theils krummeLinien gezogen, welche von der eiförmigen Gestaltdes Gesichts' das spizige Ende desselben bilden. EineSvon den drei Theilen der Länge des Gesichts wirdin zwölf Theile getheilet: drei von diesen Theilen/oder das vierte Theil deS Drittheils des GesichtS/wird auf beide Seiten des Punkts getragen, wosich beide Linien durchschneiden/ und beide Theilezeigen den Raum zwischen beiden Augen an. Ebendieses Theil wird auf beide äussere Enden dieser Ho-