Geschichte der Kunst.
schast der Person geben; kan es aber nicht über denKovf gezogen werden/ wird daraus das Gegentheilgeschlossen. Ich habe diese Probe an einigen jun-gen Personen gemachet/ wo es mir geschienen/ daßeS eingetroffen.
§. 7. ES ist glaublich / daß die griechischen Künst-ler/ nach Art der ägyptischen/ so wie die größerenVerhältnisse/ also auch die kleineren durch genanbestickte Regeln festgesezet haben / und daß in jedemAlter und Stande die Maße der Längen sowohl alsder Breiteil/ wie die Umkreise/ genau bestickt gewe-sen / welches alles in den Schriften der alten Künst-ler/ die von der Symmetrie handelten/ wird ge-lehret worden sein. Diese genaue Bestimmungist zugleich der Grund von dem ähnlichen Systema ^der Kunst/ welches sich auch in den mittelmäßigenFiguren der Alten findet. Den ohngeachtet derVerschiedenheit in der Art der Ausarbeitung / welche !auch die Alten bereits in den Werten des Myroi?/ ides PolykletuS und des LysippuS bemerket 'haben/ scheinen die alten Werke dennoch wie voneiner Schule gearbeitet zu sein. Und so wie inverschiedenen Violinspielern/die unter einem Meistergelernet haben/ dieser in jedem von jenen durchKunstverständige würde erkant werden: eben so siehet >man in der Zeichnung der alten Bildhauer/ von .
1) Es scheint, daß hier das Gegemhcil muße verstandenwerden, weil aus dem Znsamnicnhanae des Ganzen her-vorgeht, daß durch den Genuß der Liebe der Hals auf-schwelle. Das dovelte Maß iiiußre also den Fadenvertan gern, und, wen die Milte desselben in denMund genommen, beide Ende» ans dem Kopse knav zu-samniciireichcn: so hält man solches fnr ein Zeichen be<
w ahrrer Keuschheit; weii sie länger sind, snr das !Gegentheil. Meyer.
2) I'!u!o5lr. luii. xroccm. Icon. p. J62.