Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
231
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5 Buch/ ^ Kap.

ES ließe sich vielmehr das Gegentheil darthun vondem/ was CayluS vorgibt/ nnd man begreift deralten Künstler Verhältniß aus der Proportion desionischen KapitälS/ welches als das Haupt von derSäule dieser Ordnung angesehen worden, und hier-aus kan man schließe»/ daß vielmehr die neuerenKünstler die Köpfe ihrer Figuren groß halten müßen/da dieselben in dem Kapital eben dieser Ordnungweit über das alte Verhältniß gegangen sind. Ichkan also dem Urtheile des neueren Scribentennicht mehr als des alten beipflichten: den es warden Alten und sonderlich den Künstlern wie Z euxiSdas Verhältniß deö HauvtS zum Halse und zu demübrigen Körper mehr als uns bekant/ welches sichunter andern aus einer Stelle des Catullus indem VermählungSgedichte des PeleuS und derThetiS zeiget.Die Amme (saget dieser Dichter)n wird der ThetiS/ wen sie dieselbe nach der erstenBrautnacht besuchet/ den Hals nicht mehr mitdem Faden umgeben können." l) Man sehe dieAusleger über diese Stelle/ ob sie dieselbe in ihr»ölligeS Licht gesezet haben. ES ist diese Gewohn-heit noch izo in Italien nicht unbekant / und kanhier zur Erläuterung dienen. Man misset einemKnaben oder einem Mädchen/ welche die reifen Jahrezum Genusse des Vergnügens habe«/ den Hals miteinem Faden oder Bande: diese Maß wird alSdendopelt genommen/ und die beiden Enden des Ban-des hält man zusammen/ und die Hälfte derselbenwird mit den Zähnen gehalten. Wen dieses Bandungehindert von dem Munde ab über den Kopf ge-zogen werden kan/ soll es ein Zeichen der Jungfrau-

<) IV!, ol 6i>Z v, Z76.

illani iiutiix oi-ienti luee revisens

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