Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
229
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5 Buch/ ä Kap. 259

,if einigen uralten hctrurifchen Werken der Kopfün der Figur ein geringeres' Verhältniß hat/ als eSder Natur gemäß ist/ wie ich im vorigen Kapitelbei dem geschnittenen Steine der fünf Heldenwider Theben angezeiget habe: ^) so muß manentweder sagen/ daß die Proportion der Säulenmcht nach der Natur bestimmet worden/ oder es fin-det nicht statt/ waSVitruviuS vorgibt; und die-ses ist meine Meinung. ES würde auch dieser rö-mische Baumeister/ wen er an das Verhältniß derältesten dorischen Säulen gedacht hätte/ als welche<r gar nicht berühret hat/ wie gleichwohl nöthig-gewesen wäre/ selbst eingesehen haben/ daß seineVergleichuug der Säulen mit der menschlichen Figurwillkürlich sei/ und keinen Grund habe. Um dasVorgeben dieses Scribenten wenigstens auf dessenSeite wahrscheinlich zumachen/ habe ich geglaubet/eS könte in dem Verhältnisse einiger alten Figurengegründet sein/ an welchen der Kopf einen größerenTheil derselben / als in der Natur/ ausmachet; aberauch dieses ist nicht allgemein/ ja ungründlich/ jeÄlter die Figuren sind: den an den ältesten kleinenhetrnrischen Figuren von Erzt ist der Kopf kaumder zehnte Tbeil ihrer Höhe. 2)

6. An den Köpfen ist mehrentheilS die Seite/wc.uze abgewandt ist/ flächer gehalten als die andc-

v V ? K. 58 §.)

Ä Zln einigen uniormlich lange», carieaturliaften HM'url-schen Figuren, die vielleicht aus unbekanten Gründenabsichtlich so lang gemacht worden, kan sich das Nerhält-niü von ze!,n Koosslängcn finden. Ader an den Figu>ren der sogenanten hetrurischen oder eigentlichnltgri e chi sch e n Denkmale isi beständig der Kovf imVerbältniß zur Figur größer, wie im ^ Buche be-jn?rkt und durch Beispiele bewies«, wsrden. Meyer.