Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
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224
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Geschichte der Kunst.

dieser Geist nach langer Zeit von neuem erweket,und von der Würdigkeit seines' Denkens zeuget unterandern unsterblichen Werken desselben der Leichnamdes erblasseten Christus in der königlichenfarnesischen Galerie zu Neapel/ von welchem dasAltarblatt in der Hauscapelle des Palastes Panfilial Corso, zu Rom/ eine Wiederholung des Mei-sters selbst zu sein scheinet. Caracci l>at denHeiland als einen jungen Helden ohne Vart ge-bildet/ und demselben eine hohe Jdea gegeben/ dieer von den schönsten Köpfen der Alten genommen hat/um den Schönsten der Menschenkinder vorzu-stellen. Ein ähnliches heidenmäßiges Gesicht/ ohneVart/ hatGuerei no seinem verstorbenen Ch ri-stusin einem schönen Gemälde des Palastes Panfili/auf dem Plaze Navona gegeben/ zu Beschämung derniedrigen und pöbelhaften Gestalt des Heilandesjn dessen Köpfen von Michael Angelo.

t? Die fogenante Pieta des Annibal Caracci ist ii»der That eines der schönsten Bilder dieses Meisters; esstellt die Maria mit dem Leichname Cliristi imS-booße, und zwei kleine weinende Enqel Vor. Gru-Virung, Zeichnung und Ausdruk sind herlich, groß, kräf-tig, rein, und das starke etwas düstere Colorit, dessensich der Meister in seinen srübern Jahren bediente, vaßtzu dem tragischen Gegenstand. Ausser dem Gemälde zuCapo di Monte in Neavel, welches für das ursprüng-liche gilt, und der Wiederholung im Palaste Panfilizu Nom, gibt es »och mehrere andere dergleichen Bilder,welche ebenfalls für Wiederholungen des Meisters selbst wol»len gehalten sei» ; ei»e berühmte und zuverläßig ächte, woaber auf beiden Seiten der Hauptgruve Maria Mag-dalena und der heilige Francifcus hinzugefugt st»d,befindet sich in der Kirche S. Francesco a Nivazu Rom; eine nur die Hauptgrupe enthaltende, imPalaste Nospigliosi; »och andere, ausser Italien.M e»e r.