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Unschuld und wahre anerschaffene Gratie/ daßein Pythagoräer sagen wurde/ es habe die Seeledes Proto genes oder des Apelles in dessenKörper ihre Wohnung genommen. Man kan über-haupt sagen/ daß in der goldenen Zeit der Kunst/zu Anfange des sechzehenten Jahrhunderts die Gra-tie den Malern sich mehr als ihren Nachfolgerngeoffenbaret habe. Im Annibal Caracci wurde
scheint, <» derselben eine ruhende heilige Familieans der Flucht nach Ägypten vorstellen wollen, SanetJoseph sizt darum an einen Sak gelehnt hinter derMadonna, und liest aus einem großen Buche, in wel-ches er mit ausgestrektem Zeigefinger der rechten Handaus die nun fast erloschenen Worte: In «lieku« llcroclesi-egi-i elc> deutet, der Madonna vor; diese horchtans, saßt und zeigt mit ihrer Rechten ans das Cristus-kind: das sei der Heiland; das Christuskindselbst schreiiet über der Mutter Knie dem h. Josephentgegen, und segnet ihn. Die Anordnung dieser dreimehr als lebensgroßen Figuren zur Grupe ist zwar gut,wiewohl keines der vollkommensten Muster, indem sichHände und Arme zu sehr ans einen Flek Hausen: dieZeichnung von mächtigem Sti>l, der Ausdruk edel, mehrwürdig und groß als zärtlich. Die meisterhaste Be-handlung hält das rechte Mittel zwischen übermäßi-gem Fleiß und Nachlässigkeit; die Beleuchtung geschiehtin großen Massen; das Colorit muß ursprünglich unge-mein lebbast gewesen sein, und ist noch i'ezo heiter undsrenndlich genug; die zierlichen Falten sind nach der spä-tern Weise des Meisters etwas zu scbars gebrochen. Die-ses Gemälde ist laut der aus demselben stehenden Jahr-zahl l520 gemalt; ein Umstand, welcher verdient ange-sührt zu werden, weil Andrea del Sarto, durch Mi-chel Angelos Werke veranlaßt, iiber die zarte An-muth, die i» seinen frühern Arbeiten herscbt, hinausge-gangen, einen größer» Stnl angenommen, und von diesemzuweilen gar in's Manirirte verfalle», wovon man selbstin der Madonna del Sacco einige Spuren gewahrwird, Meper.