Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
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216
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216 Geschichte der Kunst.

er/ wie die Musici/ welche/ um in den rechten Ton zu kommen / im Anstimmen hoch angeben. " Aberda die feurige Jugend geneigter ist/ die äusserstenEnden/ als das Mittel zu ergreifen/ so wird sie aufdiesem Wege schwerlich in den wahren Ton kommen/da es schwer ist/ dieselbe darin zu erhalten. Denhier verhält es sich wie mit den Leidenschaftenselbst/ die/ wie Cbrysipvus der Stoiker lehrete-dem Lause von jähen/ steilen Orten ähnlich sind/welcher/ wen man einmal in'S Lausen gekommen/sich weder aushalten lässet/ noch zurükzukehren ver-stattet;') den da/ wie H or a tiuS saget/ die Seelenselbst in den elysischen Feldern weniger auf die zärt-lichen Gedichte der Sappho als des AleäuS auf-merksam sind/ weil dieser von Schlachten und vonverjagten Tyrannen singet: -^) sind wir von Jugendauf mehr vom wilden Getümmel und vom tobendenGeräusche/ als von friedlichen Begebenheiten und vomstillen Wandel der Weisheit eingenommen; daher derzunge Zeichner williger vvm MarS in das Schlachtfeldals von der Pallas zu einer stillen Gesellschaft derWeisen gesühret wird. Die Lehre der Ruhe undStille in Entwerfung der Bilder ist diesem / wie allerJugend die Lehre der Tugend/ widersinnig/ abernothwendig; und so wie nach dem HippokrateSdie Genesung des Fußes die Ruhe ist:^) muß dieselbeauch bei solchen Künstlern bei der Ruhe anfangen.

Z. 2/i. Eben so wenig findet sich in einemruhigen Stande alter Figuren die bei den neuerm

1) Oell. I. 6. c. 2. n. n. Melier

2) 1^.2. carm. i3. v. Fea.

3) dem Buche cie (t. 3. p. II.?. p!ers?))wird die Nuhe und bequeme Lage für alle kranken Glie»der als ersoderlich angegeben.!