6 Buch, 3 Kap. 213
die beide sich die Haare ausraufen wollen, mitder Umschrift: ^ssr^, xr. i», ?<viLsr. ?.
«. I>^L. s. c, Ein Münzverständiger hat die Be-trügerei dieser Münze suchen zu erweisen durch dasWort p»l!>-sull!>, welches nach dessen Angeben aufkeiner einzigen lateinischen römischen Münze gefun-den wird; es hätte aber auch diese gelehrte Untersu-chung durch jene Bemerkung geschehen können. Denich lasse dahin gestellet sein, ob eine Person, ichwill nicht sagen mänlichen, sondern weiblichen Ge-schlechts, auf einem Gemälde, in großer Betrüb-niß und Verzweifelung sich die Haare ausraufendköiite vorgestellet werden: aber einer symbolischenFigur auf einer Münze würde dieses so wenig alsan einem öffentlichen Denkmale, einem Triumphbo-gen und in Gesellschaft der Hauptfiguren eines sol-chen Werks wohlanständig gedacht heissen können,und würde, wie die Griechen sagen, nicht
t) Dock, ist das Basrelief im Mnseo Cavitolino (t. 4.wv.40.) keine modern?/ sondern eine wirklich alteArbeit, wen es gleichwohl der ausfeilende» Hand desKünstlers entbehrte. Aus demselben ist das Verbrenne»eines Leichnams vorgestellt; und Foggini meinet, desMeleagers. Hier zeigen einige Frauen in verschie-denen Stellungen den äussersten Schmerz; eine stehtmit aufgehobenen Händen und mit einem höchst schmerz-lichen Blik^ eine andere, in der Nähe des Scheiterhau-fens, reißt sich mit beiden Händen die Haare aus; eineandere durchbohrt stch mit einem Dolche die Brust:— — 6iri sidi conzcia kacliürcgit xosnas aoto per viscera tei -ro.
Ovi<i. rnetum. I. g. V.
Nach Foggini stnd beide ersten die Schwestern deSVerstorbenen; die dritte ist seine Mutter Althäa, wel-che aus Verzweiflung, durch ihre Schuld des Sohnes?od beschleunigt zu haben, stch selbst ermordete. Fea.