6 Buch/ 3 Kap. 2ti
Ich habe gesaget/ daß ich hier die Gefangenenausnehme/ weil ich von übrig gebliebenen Denkma-len rede: den ausserdem wissen wir/ daß auch unbe-zwungene Könige römischen Heerführern diese Unter-Mnigkeit bezeuget haben/ wie PlutarchuS vomTigranes/ Könige in Armenien, berichtet. Dadieser freiwillig zum Pompejus kam/ stieg ervor dem römischen Lager von seinem Pferde/ nahmseinen Degen von der Achsel/ und übergab denselbenden beiden Äietvren/ die ihm entgegenkamen; ja/ daer vor dem Pompejus erschien/ legete er seineMüze zu dessen Füßen/ und warf sich selbst nieder.
K. 20. Wie sehr man wider die eben angezeigeteBetrachtung in neueren Zeiten gehandelt habe, zei-get unter anderen Beispielen/ die ich anführen kön-te/ ein großes erhobenes Werk an der Fontana Tre-vi zu Rom/ welches vor wenigen Jahren gemachctist/ und den Baumeister dieses Gewässers vorstellet/wie er den Plan dieser Wasserleitung dem MarcuSAgrippa überreichet/ und zwar mit einem geboge-nen Knie; ich will nicht anführen/ daß dieser be-
auf den Knieen liegt; flehend/ ihm seine Tochter für dasangebotene Lösegeld wiederzugeben. Priamus (Denk-male, Numero liegt auf den Knieen vor dcmAchilles, im Begriffe ihm die Hand zu küssen, damit. er die Leiche des Hektars ausliefere. Eden fo istPriamus vorgestellt auf andern Denkmalen. iEben-daf.Num.tZ5. Aus. Lupito!. t. 4. tuv. 4,) Auf einemHohrelief i»l Camvidoglio lönrtuU ^<!mir. roni. llnciiz.t->I>. Z2.) liegen die Abgesandten fremder Provinzenuud Völker zu den Fußen des M. Aurelius. (0>vLass. I. 71. c. 11.) F e a.
Durch diese Anmerkung ist der Autor keineswegs wi-derlegt, indem er nur von Griechen und Römernredet, und die Besiegten und Gefangenen auönimt.M e » e r.
>) In?onixc>. L'7 i«. 23^