so» Geschichte der Kunst.
httltniß hat es mit den Kindern der Medea/ in ei-nem Gemälde des vorgcdachten TimomachuS, dieunter dem Dolche ihrer Mutter lächelten, so daßihre Wuth mit Mitleiden über die Unschuld ihrerKinder vermischet war:^) und in Abbildungen eben
und die Figur mit der Fakel kau keineswegs dieKl»temnästra sein, welche dem Mörder ihres Ge-mahls leuchtet, sondern es ist eine dem Orestes droheinde Furie. Me»er.
t) Das von dem Autor angeführte Epigraui aus der grie-chischen Anthologie sagt keineswegs, daß die Kin-der der Medea unter M den, Dolche ihrer Mutterlächelte».— In der ganzen Anthologie ist keinrinziges Gedicht über diesen Gegenstand/ worin jenerschone Gedanke des Autors ausgesprochen wäre. Ebenso wenig erinnern wir uns, in irgend einein anderngriechischen Schriftsteller etwas gelesen zu haben, wasdes Autors Aussage bestätigen konte. — Medeaszwischen Nachsucht und Mutterliebe schwankenden Sinhatte Timomachus in seinem Gemälde unnachahmlichausgedrükt, und dies wird von vielen Alten gerühmt;Vielleicht hat sich nur des Autors rege Phantasie je-nen lächelnden Ausdruk in dem Gesichte der Kindergedacht. Meyev.
sEs ist eine sehr mißliche Sache, dem in den altenAuroren so belesenen Winckelmaii eine aus denselbenangeführte Stelle streitig machen zu wollen. Freilichsindet sich der schöne Gedanke, daß Medeas Kindervor dem Dolche gelächelt haben, nicht in der griechi-sche Anthologie; aber doch in einem viel gelesenengriechischen Autor, und er ist kein Erzeugniß vonWin-ckclmaüs reger Phantasie. Lucian «
ci-lU, zive >!e 6vn>o, n. Zi.) sagt: 'ii
— Hätten die Herausgeber den Inhalt der früher»Bände wohl im Gedächtnisse gehabt, so würde ihnen ein-gefallen fein, daß dieser Gedanke in einer Note von Fea