oos Geschichte der Kunst.
federn der Natur sichtbar gemachet/ und seine hoheWissenschaft und Kunst gezeiget hat. In Vorstellungdieses äussersten Leidens aber erscheinet der geprüfeteGeist eines großen Mannes', der mit der Noth ringet/und den AuSbruch der Empfindung einhalten undunterdrüken will/ wie ich in Beschreibung dieserStatue im zweiten Theile dem Leser habe suchen vorAugen zu stellen.^)
Z. Zlnch den Philoktetes/l)nocl ejnlül,», hiiestn, Aemitu, kremililiuskcsonsi>clc> multrnn, tlebiles voces rckei-t, 2)
haben die weisen Künstler mehr nach den Grundsä-ten der Weisheit/ als »ach dem Bilde der Dichtervorgestellet/ wie die Figuren dieses Helden in Mar-mor und geschnittenen Steinen/ welche ich in mei-nen nlten Denkmalen bekant gemachet habe/«weisen. 2) Der rasende Ajax des berühmtenMalers TimomachuS war nicht im Scl, lachtender Widder vorgestellet/ die er für Heerführerder Griechen ansah/ sondern nach geschehener That/und da er zu sich selbst kam, und voller Verzweife-lung und niedergeschlagen in äusserster Betrübnißsizend/ sein Vergehen überdachte. So ist derselbe
t) cto B. l K. §.z
2) Vilnius <^ie. 60 k'in. I. 2. c. 29.
Statt re5nnnn(Io wird hier besser resorlZllä»
Mull,»! gelesen. Meyer.
Z) lNumero jt». il?. 120.— Wege» t20 sehe man den§. 24 dieses Kapitels.)
H) pliilostrot. vilz I. 2. c. zz. p, ^g.
Daß die alte Kunst den Ajar auch in dem Zustandder Raserei vvraestellt, sehen wir aus einem Evigramin der gri ech i sch en A nth vlogie. t. Z.
x. 21Z ». 29S.) Mever.