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4 (1825)
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muß/ ist auf einen gewissen Grad des AusdrukS derLeidenschaften eingeschränket/ die der Bildung nichtnachtheilig werden soll.

Z. 13. Von dieser Betrachtung kan man sich inzweien der schönsten Werke des Altertums überzeugen/von welchen das eine ein Bild der Tod eSfurch t/Has andere des höchsten Leidens und Schmer-ze n S ist. Die Töchter der Niobe / ^) auf wel-che D ia na ihre tödlichen Pfeile gerichtet / sind indieser unbeschreiblichen Angst mit übertäubeter understarreter Empfindung vorgestellet, wen der gegen-wärtige Tod der Seele alles Vermögen zu denkenninit; und von solcher cntseclcten Angst gibt dieFabel ein Bild durch die Verwandlung der Niobein einen Felsen: daher fuhrete ÄfchyluS die Nio-be stillschweigend auf in seinem Trauerspiele.^)Ein solcher Zustand / wo Empfindung und Überlegungaufhöret / und welcher der Gleichgültigkeit ähnlich ist/verändert keine Züge der Gestalt und der Bildung;und der große Künstler konte Hier die höchste Schön-heit bilden/ so wie er sie gebildet hat/ den Niobeund ihre Töchter sind und bleiben die höchstenIdeen derselben.

K. 14. Laokoon ist ein Bild des empfindlich-sten SchmerzenS/ welcher hier in allen Muskeln,Nerven und Adern wirket; das Geblüt ist in höchsterWallung durch den tödlichen Biß der Schlangen,und alle Theile des Körpers sind leidend und ange-strengt auSgedrüket/ wodurch der Künstler alle Trieb-

1) Fea fezt hierNiobe und ihre Töchter,"anstatt:die Tvckiter der Niobe/" welche Ver-besserung sowohl dem Si»ne des Autors als auchdem, was" er in der vor lausigen Abhandlung(4 K. Z4 §>) sagt, angemessen ist. Me»e r.

2) Sckol. ad /Lscli)'!, prooietll, v. 4Z6.