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4 (1825)
Entstehung
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194
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Geschichte der Kunst.

chen in Gebärden / und im Handeln allezeit z» be-obachten sucheten/ dergestalt/ daß sogar ein geschwin-der Gang in gewisser Maße wider die Begriffe desWohlstandes gehalten wurde/ indem man in demsel-ben eine Art Frechheit fand. Einen solchen Gangwirft Demo st hen es dem NikobuluS vor/ und erverbindet» frech sprechen und geschwinde ge-hen mit einander.') Dieser Denknngsarr zufolgehielten die Alten eine langsame Bewegung des Kör-pers für eine Eigenschaft großmüthiger Seelen.^)Hch finde kaum nötliig zu erinnern / daß von demwirklich sittsamen Stande derjenige, der einen knech-tischen Zwang anzeiget/ verschieden ist/ in welchemeinige Statuen gefangener Könige abgebildet sind/die mit über einander geschlagenen Händen stehe»/sowie Tigranes/ König von Armenien, sich aufwartenließ von vier Königen/ die seine Vasallen waren,welches die niedrigste Unterwerfung anzcigete.

§. 6. Diese Sittsamkeit haben die alten Künst-ler bis in ihren tanzenden Figuren/ die Bakchan-ten ausgenommen/ beobachtet; und man war derMeinung/ daß die Action in den Figuren nach derMaße der älteren Tänze abgewogen und gestelletsei/ und daß in den folgenden Tänzen der altenGriechen ihre Figuren wiederum den Tänzerinenzum Muster gedienet/ um sich in den Gränzen eineszüchtigen Wohlstandes zu erhalten. 4) Hiervon kanman sich überzeugen an vielen weiblichen leicht beklei-

1) ^.dv. 996. pi'inc. Lasaukon. I'jieoplii'.

Lkai-act. e. 5. igL.

Soxliocl. v. L?i. (7>c. Oss. I. 33. Siebell'5.

2) Bristol» I. c. 3. p. 66.

4) 1. »4. c. 6. 26.1