Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
176
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176 Geschichte der Kunst.

chctl ein anderer Kopf der Mediisa in Carniol ge-schnitten/ im Museo Strozzi/ welche beide vonhöherer Zdea sind/ als der berühmtere in eben die-sem Museo mit dem Namen des' Solons bezeich-netes) Diese so berühmte Medusa/ die in einemChalcedon geschnitten ist/ wurde zu Nom in einemWeinberge bei der Kirche zu St. Johan undPaul/ auf dem Berge Cöliv/ gefunden von einem

ferner eine gewisse Härte und Schärfe i» den Züge» alsAusdruk der Erstarrung. Das eine Naseuläpchen unddie äusserste Svize der Nase, sind, nebst unbedeutendenErgänzungen an den Schlangen, die einzige» neue»Theile. Uns ist von diesem merkwürdigen Monumente mireine und zwar mittelmäßig gelungene Abbildung in Ku-pferstich bckanr, in ^Ikcrtoli Mscollan. ^arteZ. tav.et >ö. Me»er.

Ein wenig beachtetes Meduseuhauvt von weissei»Marmor, über Lebensgröße, steht man über einem Por-tal eingesezt in der Strada Pavale zu Nom, nahe beider Kirche St. Thomas in Parione; es ist gut ge-arbeitet uud hat einen lächelnden jedoch etwas übertrie-bene» Ausdruk. Fea.t) Uns ist von den angeführten Medufakövfen wederder eine hochgeschnittene aus dem königlichen farnesi-schen Mnseo, noch der andere in Carniol aearbeiteteaus dem Museo Strozzi bekaiit; unterdessen läßt sichvermuthen, sie werden dein bei Stosch (?iei65.) uudbeiBraeci »Icnior, , >og.) abgebildeten Me-duseuhauvt des S o si k l e s ähnlich sein, von welchentsehr Viele hoch und vertieft gefchuitteue autike Wieder-holungen sich in den Samlungen finden. Die Gemmedes Sofikles ist ein vertieft gearbeiteter Chalcedon,den vormals ein Cardinal Sttoboni befaß, fväterhinsoll er »ach England in die Samlung des Graven Ear-lisle gekommen seii^. Nach Vraccis Bericht urtheilteder berühmte Steinschneider Pichle r von dieser M e-dusa, sie sei mit »och größerer Kuust gearbeitet, alsdie vom Solo» geschnittene im Museo Strozzi.Me >> e r.