Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
174
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Geschichte der Kunst.

§. 20. Die von mir zulezt genanten unterenGöttinen/ die Gorgonen/ sind zwar/ die Köpfeder Medusa ausgenommen/ auf keinem alten Wer-ke gebildet; ihre Gestalt aber würde der Beschrei-bung der ältesten Dichter nicht ähnlich sein/ alswelche ihnen lange Zähne/ wie SchweinShauer ga-ben-i) den Medusa/ eine von diesen drei Schwe-stern/ ist den Künstlern ein Bild hoher Schönheitgeworden, so wie uns auch die Fabel dieselbe vor-stellet. Es war dieselbe/ wie einige berichteten/ de-ren Erzählung PausaniaS anführet/des Phor-kuS Tochter/ und regirere nach ihres Vaters Todein den Gegenden des tritonischen SeeS/ so daß siedie Lybier selbst im Kriege anführete. Sie bliebaber in einem Überfall in dem Zuge des PerseuS/dem sie entgegengezogeu war; und dieser Held/ derihre Schönheit auch in dem erblasseten Körper be-wunderte/ sonderte ihr Haupt von dem Körper ab/um es den Griechen zu zeigen. Der schönste Kopfeiner erblasseten Medusa i» Marmor ist einer sehrergänzeren Statue des Perseus im Palaste Lan-ti in die Hand gegeben,^) und einer der schönsten

gen drei Furie», aber ohne Fakeln. Ei» ähnlichesWerk ist im Museo Pio-Clementi»o (t. 5. wv. 22.)abgebildet und erklärt. Meuer.

tMan vergleiche 5 B. Z K. t6 §. Note.Z

1) Grausen erregend ist die Beschreibung des Äschvlus,welche er in seinem Prometheus (v. 792,) von de»Gorgonen gibt. Me»er.

2) 1^, 2, c. 21.

Z) Visconti (Hlus. t. 2. 64. not. a.) hält

den Arm des von dem Autor angeführten Perseusim Palaste Lanti zu Rom, nebst dem Medusen-kopse siir eine moderne Arbeit; auch äussert er zugleichgegen die Benennung dieser Statue mehrere Zweifel, in-dem die Ägide über der Schulter nicht dem Perseus,sondern vielmehr einem Jupiter oder einem vergöl-